Diese 8-tägige Reise führt uns in den wilden Nordwesten Irlands – eine der ursprünglichsten Regionen Europas, wo Wind, Wetter und Ozean das Landschaftsbild bis heute prägen. Zwischen atemberaubenden Klippen, weiten Moorlandschaften und abgelegenen Küstenabschnitten erwartet uns eine aussergewöhnliche Kombination aus intensiver Vogelbeobachtung, eindrücklicher Natur und authentischer irischer Kultur.
Zu den absoluten Höhepunkten zählt die Übernachtung auf Tory Island, einem abgelegenen Inselchen im Atlantik. Hier erleben wir Seevögel aus nächster Nähe: Papageitaucher, Gryllteisten und weitere Alkenvögel brüten in den Klippen, während Alpenstrandläufer und Rotschenkel auf der Insel brüten. Gleichzeitig bietet die Insel eine der besten Möglichkeiten Irlands, den in Westeuropa stark bedrohten Wachtelkönig zu erleben – eine Art, deren Schicksal eng mit traditioneller Landwirtschaft verknüpft ist.
Die Reise führt weiter entlang der rauen Atlantikküste der Grafschaft Mayo mit ihren spektakulären Headlands wie Erris Head und Downpatrick Head, wo je nach Windverhältnissen Hochseevögel dicht an die Küste gedrückt werden. In den Feuchtgebieten von Annagh Marsh erhalten wir zudem spannende Einblicke in konkrete Schutzprojekte für den Wachtelkönig und erleben balzende Limikolen in ihrem natürlichen Lebensraum.
Diese Tour verbindet «Quality-Birding» mit einem tiefen Einblick in Landschaft, Kultur und den Naturschutz Irlands. Am Ende eines Tages an der windigen Atlantikküste wartet das andere echte Irland: ein Pint im Pub, traditionelle Musik und vielleicht ein Teller Fish & Chips. Eine Reise für alle, die bodenständiges Birding in einer atemberaubenden Landschaft erleben möchten.
Reisepreis pro Person im Doppelzimmer
CHF 2690.-
Zuschlag EZ
CHF 500.-
Anmeldung bis N/A
Ausgebucht
Unterkünfte
Mittelklassehotels, landesüblicher Standard
Klima
Im Mai beginnt in Irland der Vollfrühling, das Wetter beginnt milder zu werden und Stürme werden seltener. Häufig wechseln sich sonnige Abschnitte und Regenschauer, z.T sogar mehrmals täglich ab. Vom Atlantik her weht meist eine frische Brise. Temperaturen bewegen sich in der Regel zwischen 9 und 16 Grad.
Anforderungen
Leicht, einige, meist kurze Wanderungen z.T. auch in sumpfigem Gelände und weglos. Meist flach
Beteiligung
mind./max. 6-10 Teilnehmer:innen
Im Preis inklusive
Transport im Reisebus mit professionellem Fahrer
Übernachtungen gemäss Programm in Mittelklassehotels
Zimmer/Frühstück
Alle Exkursionen gemäss Programm inklusive Eintrittsgelder wo nicht explizit anders erwähnt
Fachmännische und kompetente Reiseleitung
Reiseunterlagen wie Artenliste, Literaturempfehlungen, Nützliche Hinweise und Reisebericht
Im Preis nicht inbegriffen
An- und Rückreise. Zürich – Dublin – retour. Fähre auf Tory Island – retour (ca. 30.- CHF). Wir arrangieren auf Wunsch gerne Ihre Flüge, oder Sie können dies auch selbst tun. Kleingruppenzuschlag sofern die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, Getränke, individuelle Unternehmungen, Mittag- und Nachtessen, Trinkgelder sowie persönliche Ausgaben, Rückreise – Annullationskostenversicherung.
1.Tag, 8. Mai: Zürich – Dublin – Glenveagh-Nationalpark – Donegal
Nach der Ankunft in Dublin brechen wir direkt in den abgelegenen Nordwesten Irlands auf. Schon nach wenigen Stunden verändert sich die Landschaft spürbar: Die dichten Siedlungsräume weichen weiten, offenen Flächen, die zunehmend vom Wind und Atlantik geprägt sind. Unser erster, kurzer Birding-Stopp im Glenveagh National Park dient nicht nur dem Füsse vertreten, sondern vermittelt auch gleich einen eindrücklichen Vorgeschmack auf die kommenden Tage.
Der Park ist geprägt von einer kargen, beinahe archaisch wirkenden Landschaft aus Hochmooren, schroffen Granitbergen und dunklen Seen. Diese nährstoffarmen Lebensräume erscheinen auf den ersten Blick still, sind jedoch Heimat einer spezialisierten Vogelwelt. Wiesenpieper begleiten uns fast ständig, während Steinschmätzer exponierte Sitzwarten nutzen. Und vielleicht sehen wir sogar schon die ersten balzenden Bekassinen.
Diese erste Begegnung mit der offenen, vom Atlantik geformten Landschaft gibt bereits einen klaren Eindruck davon, wie stark Natur und Klima hier das Leben bestimmen. Am Abend erreichen wir unser Hotel «Loch Altan» im Raum Donegal.
2. Tag, 9. Mai: Donegal – Tory Island (inkl. Übernachtung)
Am Morgen bringt uns die Fähre hinaus auf den Atlantik nach Tory Island – eine kleine Insel, die wie ein vorgeschobener Posten Europas wirkt. Bereits die Überfahrt ist oft lohnend, denn hier eröffnet sich die erste Gelegenheit, Seevögel im offenen Wasser zu beobachten. Mit etwas Glück zeigen sich Tordalke, Basstölpel und sogar Eistaucher im Prachtkleid.
Mit nur etwa 150 Einwohnerinnen und Einwohner ist Tory Island eine abgeschlossene Welt für sich. Die Insel ist bekannt für ihre lebendige irischsprachige Kultur und ihre enge Gemeinschaft. Autos spielen kaum eine Rolle, das Leben konzentriert sich auf wenige Häuser, kleine Wege und vor allem auf den lokalen Pub, der weit mehr als nur ein Ort zum Essen und Trinken ist – hier trifft man sich, tauscht Geschichten aus und erlebt oft spontane traditionelle Musik.
Auch ornithologisch gehört Tory Island zu den absoluten Highlights dieser Reise. Die Kombination aus steilen Klippen, extensiv genutzten Weiden und Wiesen sowie immer wieder eingestreuten Feuchtstellen schafft auf engstem Raum ein aussergewöhnlich vielfältiges Landschaftsmosaik.
Entlang der Küstenabschnitte beobachten wir Gryllteisten, Ringelgänse, Krähenscharben und zahlreiche weitere Meeresvögel, die grösstenteils in den Klippen Torys brüten. In den Feuchtwiesen finden sich balzende und brütende Rotschenkel und Alpenstrandläufer, oft vergesellschaftet mit lebhaften Lachmöwenkolonien. Und natürlich dürfen auch die Papageitaucher nicht fehlen, die hier ebenso brüten wie die charakteristischen Alpenkrähen.
Für Fotografiebegeisterte bietet Irland und Tory im Speziellen ideale Bedingungen: Viele Arten lassen sich aus nächster Nähe und in einer spektakulären Kulisse beobachten – genügend Speicherkapazität einzuplanen, ist daher durchaus ratsam.
Doch Tory bietet nicht nur für Seevögel und Limikolen ein ideales Bruthabitat, sondern zählt auch zu den besten Orten Irlands, um den Wachtelkönig zu erleben. Diese an traditionelle Bewirtschaftungsformen gebundene Art hat in Mittel- und Westeuropa dramatische Bestandsrückgänge erlitten und ist heute vielerorts verschwunden. Mit etwas Glück zeigt sich sogar der ansonsten fast unsichtbare König der Wiesen sogar! Die besondere Mischung aus intensivem Birding und dem Leben in einer kleinen, abgelegenen Gemeinschaft macht diesen Aufenthalt zu einem der eindrücklichsten Momente der gesamten Reise. Übernachtung auf Tory Island.
3. Tag, 10. Mai: Tory Island – Bellmullet
Der Tag gehört nochmals ganz der Insel. In den frühen Stunden zeigt sich die Vogelwelt oft besonders aktiv, und wir nutzen die Zeit, um gezielt nach Arten zu suchen, die uns bisher entgangen sind, oder um Beobachtungen zu vertiefen. Am Nachmittag machen wir uns mit der Fähre auf den Rückweg.
Zurück am Festland machen wir uns auf den Weg in die Grafschaft Mayo. Die Landschaft wird dabei immer offener und karger: Weite Moorflächen, durchzogen von kleinen Seen und Feuchtgebieten, wechseln sich mit felsigen Küstenabschnitten ab. Diese Region gehört zu den dünnst besiedelten Gebieten Irlands und vermittelt ein starkes Gefühl von Weite und Abgeschiedenheit. Am Abend erreichen wir Bellmullet, wo wir bis zum Ende der Reise im gleichen Hotel untergebracht sind und so als idealer Ausgangspunkt für die kommenden Exkursionen dient.
4. Tag, 11. Mai: Erris Head – Birding an einem der besten Headlands Irlands
Heute widmen wir uns intensiv der Küste rund um Erris Head – einem der markantesten Vorsprünge Irlands in den Atlantik.
Erris Head ist ein Ort, an dem die Kräfte der Natur unmittelbar spürbar werden. Der Wind trifft ungebremst vom Atlantik auf die Küste, Wellen brechen gegen die Felsen, und die Sicht kann sich innerhalb von Minuten verändern. Gerade diese Dynamik macht den Ort zu einem exzellenten Beobachtungspunkt für pelagische Arten. Bei geeigneten Bedingungen werden Seevögel dicht an die Küste gedrückt, was spektakuläre Beobachtungen ermöglicht.
Im Fokus stehen insbesondere Skuas, die hier brüten und oft aggressiv jagend über die Wellen ziehen, sowie Eissturmvögel, die scheinbar mühelos im Wind stehen. Auch typische Arten der Küstenheiden wie der Berghänfling können hier mit Glück beobachtet werden. Diese Form des Birdings ist stark vom Wetter abhängig – und genau das macht ihren Reiz aus: Jede Stunde kann neue Überraschungen bringen.
Nebst den ornithologischen Leckerbissen ist Erris Head auch historisch interessant: In der Umgebung finden sich – wie an vielen exponierten Küstenpunkten Irlands – grosse „EIRE“-Markierungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Diese wurden angelegt, um alliierten Piloten die Neutralität Irlands zu signalisieren und gleichzeitig ihre Position zu verdeutlichen. Die oft noch gut sichtbaren Steinsetzungen sind ein eindrückliches Zeugnis dieser besonderen Phase der irischen Geschichte.
5. Tag, 12. Mai: Downpatrick Head – Klippen, Seevögel und Geschichte
Mit Downpatrick Head erreichen wir einen der eindrücklichsten Orte der irischen Küste. Die Landschaft ist geprägt von steil abfallenden Klippen und dem markanten Felsstapel „Dún Briste“, der isoliert aus dem Atlantik ragt.
In den Klippen brüten grosse Kolonien von Trottellummen, Tordalken und Dreizehenmöwen, deren Rufe die raue Szenerie akustisch untermalen. Das Beobachten dieser dicht gedrängten Kolonien gehört zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen der Reise.
Auch geologisch und historisch ist dieser Ort von besonderer Bedeutung: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein sogenanntes „Blowhole“ – eine durch Erosion entstandene Öffnung im Fels, durch die bei starkem Wellengang Wasser und Gischt mit grosser Wucht nach oben schiessen. Dieses eindrückliche Naturphänomen zeigt die enorme Kraft des Atlantiks und die fortlaufende Gestaltung der Küstenlandschaft.
Der Name Downpatrick Head geht zudem auf den heiligen Patrick zurück, der der Überlieferung nach hier eine Kirche gegründet haben soll. Später wurde die exponierte Lage auch militärisch genutzt; wie entlang vieler Küstenabschnitte finden sich auch hier Relikte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die an Irlands besondere Rolle als neutraler Staat erinnern.
6. Tag, 13. Mai: Annagh Marsh – Lebensraum des Wachtelkönigs
Der heutige Tag steht im Zeichen des Naturschutzes. Denn obwohl Irland noch wilde Seiten hat und bei uns schon längst ausgestorbene Brutvogelarten wie Bekassine oder Rotschenkel noch regelmässig brüten, ist auch deren Lebensraum massiv unter Druck. Im Gebiet von Annagh Marsh beschäftigen wir uns intensiv mit dem Wachtelkönig und den Massnahmen zu seinem Schutz.
Die extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen sind ein selten gewordener Lebensraum in Europa. Hier erleben wir hautnah, wie gezielte Bewirtschaftung – etwa später Schnittzeitpunkt der Wiesen – entscheidend zum Erhalt dieser Art beiträgt. Gerade durch den Bezug zu ähnlichen Projekten in der Schweiz entsteht ein besonders spannender fachlicher Austausch.
Neben dem Wachtelkönig ist das Gebiet auch für seine Limikolen bekannt: Balzende Bekassinen, rufende Rotschenkel und weitere Wiesenvögel prägen die Klangkulisse dieser Landschaft.
Am Abend unternehmen wir eine geführte Exkursion zum Wachtelkönig. Der lokale Projektleiter gibt uns vertiefte Einblicke in das irische Schutzprogramm. Gleichzeitig kann Lucas – als Leiter des entsprechenden Projekts in der Schweiz – direkte Vergleiche ziehen und den Bogen zur Situation im Alpenraum spannen. Dieser Austausch macht diese einzigartige Abendexkursion besonders einzigartig.
7. Tag, 14. Mai: Mayo – Vielfalt entlang der Atlantikküste
Der letzte volle Birding-Tag ist bewusst flexibel gehalten, um optimal auf aktuelle Bedingungen reagieren zu können. Die Region bietet mit Orten wie Blacksod Bay und Achill Island eine aussergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen.
Lagunen, Sandstrände, felsige Küsten und weitläufige Moore liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Diese Vielfalt macht die Region besonders produktiv. An diesem letzten Tag suchen wir gezielt noch fehlende Arten und können so die Reise mit einem abwechslungsreichen Birding-Tag abrunden.
Am Abend lassen wir die Woche gemeinsam ausklingen – bei klassischem Fish & Chips, einem guten irischen Stout und Live-Musik in einem lokalen Pub. Solche Momente gehören genauso zu Irland wie die Vögel, der Wind und die raue Landschaft.
8. Tag, 15. Mai: Bellmullet – Dublin – Zürich
Am Morgen bleibt noch Zeit für eine letzte kurze Exkursion, bevor wir die Rückfahrt nach Dublin antreten. Mit vielen Eindrücken aus einer der ursprünglichsten Regionen Europas im Gepäck treten wir die Heimreise an.
Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten
Lucas wurde die Faszination für Vögel buchstäblich in die Wiege gelegt. Seit seinem 6. Lebensjahr beobachtet er Vögel und hat in dieser Zeit auch an verschiedenen Beringungsstationen in der Schweiz und Europa Vögel beringt. Über mehrere Jahre hinweg leitete er eine Jugendgruppe, in der er Kindern und Jugendlichen seine Begeisterung für Vögel weitergeben konnte. Als Teamchef des Bird Race Teams „Crex Crex“ hat er an über 20 Bird Races teilgenommen und mehrere Male den Sieg errungen.
Lucas arbeitet bei BirdLife Schweiz als Projektleiter in der Artenförderung. In dieser Funktion leitet er beispielsweise das Artenförderungsprogramm für den Wachtelkönig oder das Artenförderungsprojekt im Grossen Moos. Mit dem CH Club 300, der die Suche nach Raritäten sowie deren schnellen Austausch mit anderen Gleichgesinnten zum Ziel hat, präsidiert Lucas zudem die grösste Birder Community der Schweiz.
Seine Leidenschaft für Vögel hat ihn bereits durch 6 Kontinente geführt. Dabei haben es ihm besonders die tropischen Regenwälder Südamerikas und Südostasiens angetan. Seine letzten Reisen führten ihn u. a. nach Hawaii, Kalifornien, Venezuela und Kolumbien. Neben seiner Mehrsprachigkeit ist auch seine Kamera stets ein treuer Begleiter auf seinen Reisen
Mehr über Lucas LombardoALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)
Naturetrend – ein Teilbereich der Traveltrend Plus AG
1 Anmeldung und Vertragsschluss
1. Buchung: Es wird empfohlen, die Reise frühzeitig zu buchen. Anmeldungen können persönlich, telefonisch oder schriftlich erfolgen.
2. Verbindlichkeit: Der Vertrag wird für den Kunden mit der definitiven Anmeldung und für das Reisebüro mit der definitiven Bestätigung verbindlich. Die Reisebestätigung erfolgt schriftlich durch die Traveltrend Plus AG.
3. Sonderwünsche: Sonderwünsche werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn sie von der Traveltrend Plus AG akzeptiert und vorbehaltlos schriftlich bestätigt wurden.
2 Zahlung und Reiseunterlagen
1. Anzahlung: Bei der Buchung wird eine Anzahlung von 30 %, mindestens jedoch CHF 500.– pro Auftrag fällig.
2. Restzahlung: Der Restbetrag ist spätestens 4 Wochen vor Abreise zu begleichen.
3. Zahlungsarten: Die Preise gelten bei Barzahlung sowie Bank- oder Postüberweisung. Eine Barzahlung in ausländischer Währung ist ausgeschlossen.
4. Fremde Bedingungen: Bei einzeln aufgeführten Flug-, Fähren-, Schiffs- und Bahntransporten gelten primär die Bedingungen der jeweiligen Transportgesellschaften.
5. Zustellung der Unterlagen: Die Reiseunterlagen werden ca. 10 Tage vor Abreise nach vollständigem Zahlungseingang zugestellt.
3 Annullation und Änderungen vor Abreise durch den Kunden
1. Meldepflicht: Sollten Sie an der Reiseübergabe verhindert sein, muss dies der Traveltrend Plus AG unverzüglich mitgeteilt werden. Als Stichtag gilt der schriftliche Eingang bis spätestens 12:00 Uhr mittags. Fällt dieser Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, ist der nächste Werktag massgebend.
2. Bearbeitungsgebühr: Bei jeder Annullierung oder Änderung einer Festanmeldung vor den unten genannten Fristen wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 200.– pro Person erhoben. Bereits erhobene Reservationsgebühren werden nicht zurückerstattet.
3. Standard-Annullationskosten: Bei einem Rücktritt oder einer Umbuchung werden zusätzlich zur Bearbeitungsgebühr (CHF 200.– p.P.) und nicht erstattbaren Flugtickets/Leistungen folgende Kosten berechnet:
90 bis 61 Tage vor Abreise: 50 % des Reisepreises
60 bis 21 Tage vor Abreise: 75 % des Reisepreises
20 bis 0 Tage vor Abreise: 100 % des Reisepreises
4. Besondere Annullationsbedingungen (Ausnahmen):
5 Absage der Reise durch den Reiseorganisator
1. Zwingende Gründe: Kann eine Pauschalreise (An-/Rückreise ab der Schweiz sowie mehrere Leistungen vor Ort) aus zwingenden Gründen nicht durchgeführt werden, wird der einbezahlte Betrag rückerstattet.
2. Gründe für Absage: Als zwingende Gründe gelten unter anderem ungenügende Teilnehmerzahl, höhere Gewalt, Streiks, Unruhen, kriegerische Ereignisse, Epidemien/Pandemien oder der Entzug/die Nichterteilung von Landerechten.
3. Rückerstattung: Die Rückerstattung erfolgt unter Ausschluss jeglichen Schadenersatzes und nach Abzug einer Administrationsgebühr von CHF 200.– pro Person.
6 Verspäteter Reiseantritt, Programmänderungen und Reiseabbruch
1. Haftung des Kunden: Der Reiseteilnehmer haftet selbst für Kosten, die durch verspätetes Eintreffen am Abreise- oder Ferienort entstehen. Dies gilt auch bei Fehlen der erforderlichen Reisedokumente oder Missachtung von Einreisevorschriften.
2. Mehrkosten: Zusätzliche Aufwände durch Verlängerungen, Programmänderungen oder Reiseabbruch infolge höherer Gewalt, Streiks, Witterung, Epidemie-/Pandemie Einschränkungen oder Eigenverschuldung gehen vollumfänglich zu Lasten des Reisenden.
3. No-Show: Treten Sie die Reise ohne Abmeldung nicht an (No-Show), wird der gesamte Reisebetrag zu 100 % fällig.
7 Reisegarantie und Versicherungen
1. Garantiefonds: Die Traveltrend Plus AG ist Teilnehmer am Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Ihre im Zusammenhang mit einer Pauschalreise einbezahlten Beträge sowie Ihre Rückreise sind damit abgesichert. Details finden Sie unter www.garantiefonds.ch.
2. Reiseversicherung: Der Abschluss einer kombinierten Reiseversicherung (Annullierungskosten und SOS-Schutz für Zwischenfälle) wird dringend empfohlen. In Zusammenarbeit mit der ERV Basel werden folgende Pakete angeboten:
Einmaliger Reiseschutz für eine Reise bei einem Reisepreis bis:
CHF 1’000.– = CHF 44.-
CHF 2’000.– = CHF 66.–
Verreisen Sie mehrmals jährlich oder übersteigt Ihr Reisepreis Fr. 4‘500.–? Dann ist der Jahres- und Freizeitschutz der ERV genau das Richtige für Sie! Es stehen Ihnen verschiedene Pakete zur Verfügung und zwar:
Multi Trip Easy – Einzelperson – Fr. 98.–
Multi Trip Clever – Einzelperson – Fr. 155.– / Familie Fr. 239.–
Multi Trip Comfort – Einzelperson – Fr. 243.– / Familie Fr. 379.–
Den detaillierten Leistungsumfang sowie mögliche Selbstbehalte und Ausschlüsse Ihrer Versicherung entnehmen Sie den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der EUROPÄISCHEN Reiseversicherungs AG (www.erv.ch), welche in jedem Fall massgebend sind.
8 Preisanpassungen
1. Änderungsvorbehalt: Wir behalten uns Preisänderungen bei offensichtlichen Irrtümern unsererseits vor. Zudem sind Anpassungen zulässig, wenn Transportmittel, Treibstoffe, staatliche Steuern/Gebühren, Wechselkurse oder Tarife unserer Partner nachträglich teurer werden.
2. Rücktrittsrecht: Beträgt eine Preiserhöhung mehr als 10 % des Reisepreises, haben Sie das Recht, innerhalb von 5 Tagen nach Erhalt der Mitteilung kostenlos vom Vertrag zurückzutreten.
3. Geltungsbereich: Die ausgeschriebenen Preise sind nur gültig, wenn die Reiseleistungen in der Schweiz erworben werden.
9 Haftung und Haftungsbeschränkungen
1. Verpflichtung: Naturetrend garantiert eine sorgfältige Auswahl der Leistungsträger, eine korrekte Prospektausschreibung nach bestem Wissen sowie eine fachmännische Organisation.
2. Haftungsausschluss: Wir haften nicht für Schäden durch Versäumnisse Ihrerseits, unvorhersehbare Fehler unbeteiligter Dritter oder Ereignisse höherer Gewalt. Für entgangene Ferienfreuden wird keine Haftung übernommen.
3. Personenschäden: Für Personenschäden während der Reise wird die Haftung übernommen, sofern diese von uns oder einem beauftragten Unternehmen schuldhaft verursacht wurden.
4. Sach- und Vermögensschäden: Bei Sach- und Vermögensschäden haftet die Traveltrend Plus AG für den unmittelbaren Schaden, jedoch höchstens bis zum zweifachen Reisepreis, sofern ein Verschulden vorliegt. Nationale und internationale Gesetze mit tieferen Haftungslimiten bleiben vorbehalten.
5. Eigenverantwortung: Die Einschätzung, ob Sie die körperlichen und fahrerischen Fähigkeiten für gebuchte Touren oder Mietfahrzeuge mitbringen, liegt allein bei Ihnen. Wird Ihnen vor Ort die Teilnahme wegen Fehlbeurteilung verweigert, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.
6. Versicherungsschutz: Die Traveltrend Plus AG verfügt über eine gesetzlich vorgeschriebene Betriebshaftpflichtversicherung bei der Zürich Versicherung.
10 Rechte und Pflichten des Reiseteilnehmers
1. Anerkennung: Mit dem Kauf eines Arrangements anerkennt der Kunde diese AGB vollumfänglich.
2. Prüfpflicht: Bestätigungen und Reiseunterlagen müssen vor Abreise sorgfältig geprüft werden. Unstimmigkeiten sind sofort zu melden.
3. Mängelrüge vor Ort: Beanstandungen während der Reise müssen unverzüglich der Reiseleitung, der Hotelrezeption, dem lokalen Agenten oder dem Reiseorganisator gemeldet und schriftlich bestätigt werden.
4. Fristen: Kann ein Mangel vor Ort nicht innerhalb von 48 Stunden behoben werden, müssen Ansprüche zwingend innerhalb von 3 Wochen nach Reiseende schriftlich bei uns eingereicht werden, andernfalls erlischt jeder Schadenersatzanspruch. Die maximale Forderung ist auf den zweifachen Reisepreis begrenzt.
5. Befugnisse: Reiseleiter und Leistungsträger sind nicht berechtigt, im Namen der Traveltrend Plus AG finanzielle Forderungen oder Ansprüche anzuerkennen.
11 Reiseformalitäten, fremde Kulturen und Datenschutz
1. Einreisebestimmungen: Erforderliche Ausweise, Visa und Impfungen für Schweizer Staatsbürger:innen sind bei den jeweiligen Reisen aufgeführt. Wird ein Visum verweigert oder zu spät ausgestellt, gelten bei einer Stornierung die regulären Annullationsbedingungen.
2. Reiseverständnis: Als Besucher:innen anderer Kulturen werden Flexibilität, Verständnis und Nachsicht gegenüber anderen Lebensrhythmen, Sitten, Religionen und Standards vorausgesetzt.
3. Datenschutz: Die aktuellen Datenschutzbestimmungen können separat eingesehen werden. Anhang: Beratungs- und Servicepauschalen Diese Gebühren spiegeln den Aufwand, die Expertise und die massgeschneiderte Planung Ihrer Reise wider.
12 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
1. Es ist ausschliesslich Schweizerisches Recht anwendbar.
2. Der Gerichtsstand ist Bern.
Bern, 20.09.2026