Georgien & Armenien

«Riesenrotschwanz, Königshühner und kaukasische Spezialitäten»

Der Kaukasus ist sehr vielgestaltig. Auf kurzen Entfernungen wechseln sich hochalpine Gebirgslandschaften mit spektakulären Canyons ab. Neben baumlosen Steppen liegen oft nicht weit entfernt Wälder, in denen Orientbuche, Bergulme und Esskastanie wachsen. Manche Landschaften in Armenien sehen aus wie Norwegen, bei anderen, wie das wüstenartige Vedi-Tal, drängen sich Vergleiche mit Afrika auf. So vielgestaltig wie die Landschaften sind auch Fauna und Flora. Auf dieser Reise wollen wir die endemischen Vogelarten (Königshühner und Birkhuhn) kennenlernen. Gleichfalls interessieren uns Arten, die im Kaukasus ihr westlichstes Verbreitungsgebiet haben, darunter Berggimpel, Riesenrotschwanz und Rotstirngirlitz. Für diese Arten bewegen wir uns oberhalb der Baumgrenze und bis in die schneebedeckten Hochtäler. Erfreuen wollen wir uns an verschiedenen Adlern, Geiern und Falken, denen wir täglich auf unserer Reise begegnen. Unser Interesse gilt auch den Säugetierarten, wie Bär, Wolf, Steinbock und vielleicht dem persischen Leoparden. Die Tour beginnt im georgischen Tbilissi mit der Erkundung des Kazbegi-Nationalparks, findet seine Fortsetzung in Kachetien, dem riesigen Sewansee, der Vedisteppe, den Armash-Teichen und endet am Berg Aragats im Kleinen Kaukasus in Armenien. Dabei werden wir von lokalen georgischen und armenischen Ornithologen und Zoologen begleitet, deren Arbeit wir mit unserer Reise direkt unterstützen. Sicher bekommen wir durch sie viele Einblicke in die Kultur und Geschichte des Kaukasus.

 

Highlights Vögel: Kaukasus- und Kaspi-Königshuhn, Kaukasus-Birkhuhn, Riesenrotschwanz, Berggimpel, Wüsten-, Weiß- und Rotflügelgimpel, Weißkehlsänger, Steinbraunelle, Halbringfliegenschnäpper, Rotstirngirlitz, Schneefink, Kappenammer, Steinortolan, Mauerläufer, Kaiser-, Schlangen- und Zwergadler, Bartgeier, Weißkopfruderente, Weißschwanzkiebitz, Blauwangenspint, Klippenkleiber, Rosenstar, Kaukasus-Steinschmätzer.

 

Highlights Säugetiere: Braunbär, Wolf, Ostkaukasischer Steinbock, Bezoarziege, Gämse, Luchs, Goldschakal, Sumpfkatze, Stachelschwein. Geringe Chancen auf Steppenkatze, Persischer Leopard und Tigeriltis.

 

Richtpreis ohne An- und Rückreise, pro Person im Doppelzimmer

CHF 3'270.-

Zuschlag EZ

CHF 390.-

Anmeldung bis N/A

Durchführung garantiert

Unterkünfte
Gute Mittelklassehotels.

Klima
Angenehm von 12 bis 22°C, in den höheren Lagen kühl, oder sogar kalt. Niederschläge im Kaukasus möglich.

Anforderungen
Diese Reise findet im Gebirge statt und stellt gewisse Anforderungen an Ihre Fitness. So müssen Sie trittsicher, zum Teil auch über schneebedeckte Flächen gehen können. Wir organisieren wo nötig Packpferde, um zu den Zielarten zu gelangen und um ein Grossteil der Höhenmeter zurücklegen zu können. Der An- und Abflug liegt in den frühen Morgenstunden.

Beteiligung
mind. 8, max. 14 Teilnehmende.

Im Preis inklusive
10 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels
Vollpension
Alle Transferfahrten vor Ort mit dem Reisebus oder im Geländewagen
Gebühren und Eintritte in Parks
Deutschsprachige, fachmännische und kompetente Reiseleitung ab Tiflis/bis Jerewan
Zusätzlich englischsprachiger lokaler Guides
Reiseunterlagen wie Artenliste, Reisebericht und Nützliche Hinweise

Im Preis nicht inbegriffen
An- und Rückreise. Wir arrangieren auf Wunsch gerne Ihre Flüge, oder Sie können dies auch selbst tun. Kleingruppenzuschlag sofern die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, Getränke, individuelle Unternehmungen, Trinkgelder sowie persönliche Ausgaben, Rückreise -Annullationskostenversicherung

Diese Reise wird im Zusammenarbeit mit anderen Anbietern durchgeführt

Tag 1. Anreise nach Georgien
Wir fliegen am Abend nach Tiflis und erreichen Georgien am nächsten Morgen.

 

Tag 2. Täler und Flüsse im Grossen Kaukasus
Vom Flughafen aus fahren wir direkt in den Grossen Kaukasus. Dabei unterbrechen wir unsere Fahrt für einen Stopp am Gudauri-Pass, unmittelbar an der „Georgischen Heerstrasse“. Schon hier begegnen uns Kaukasus-Zilpzalp, Ringdrossel und Adlerbussard. Unser Hotel in Stephantsminda liegt auf der Nordabdachung des Grossen Kaukasus und ist wie für uns geschaffen. Hier singen fortwährend Karmingimpel und Sperbergrasmücke. Oft kreisen Gänsegeier über dem Tal des Terek. Nach Bezug der Zimmer sind wir zunächst in stillen Seitentälern unterwegs. An schroffen Felswänden finden wir Alpenkrähe, Rotstirngirlitz und Mauerläufer. Noch am Abend wollen wir das langschwänzige Kaukasische Birkhuhn suchen, das in grosser Höhe an steilen Felswänden balzt. In den archaischen Dörfern treffen wir auf den Hausrotschwanz in einer östlichen Unterart. Immer wieder begegnen wir Felsenschwalben und Alpenseglern. An den Felshängen lassen sich Steinböcke oder Bezoarziegen entdecken.

 

Tag 3. Hochtäler am Kazbegi
Sehr früh bringen uns Geländewagen zum Gergeti-Kloster auf über zweitausend Höhenmeter. Von hier aus gehen wir zu Fuss bis zu einem Hochtal unterhalb des Kazbegi.  Schon unterwegs ins Hochtal, haben wir beste Chancen, das Kaukasische Königshuhn zu sehen und zu hören. Gleichfalls sind Berghänfling, Ringdrossel und Steinrötel als typische Vertreter der Regionen oberhalb der Baumgrenze anzutreffen. Nur wenigen Menschen begegnen wir auf unseren Weg ins Gebirge. Immer wieder bieten sich spektakuläre Aussichten auf die kaukasische Bergwelt. Unser Weg wird zudem von einer faszinierenden Pracht blühender Enziane, Mehlprimeln und Schachbrettblumen begleitet. Das Hochtal mit Schneefeldern und karger Vegetation ist Brutgebiet von Riesenrotschwanz und Berggimpel, beide schon Vertreter der asiatischen Avifauna. Ihre Beobachtung sollte uns gelingen. Daneben sehen wir Schneefinken, Bergpieper und Alpenbraunellen.

 

Tag 4. Unterhalb des Kuro
Wir bleiben an der Nordabdachung des Grossen Kaukasus und beobachten unterhalb des Kuro, einem viertausend Meter hohen erloschenen Vulkankegel. Hier kann es noch im Mai zu Schneefällen kommen. Dann sind Berggimpel und Riesenrotschwanz oft gezwungen in Tallagen auszuweichen. Für die Nahrungsaufnahme suchen diese Vögel besonders gerne Sanddorn-Büsche auf und sind dann leicht zu beobachten. In den gleichen Biotopen sind Sperbergrasmücken und Karmingimpel zu entdecken. Bei einer Fahrt durch die Schlucht des Flusses Terek gilt unsere Aufmerksamkeit den Braunbären, die im Kaukasus in zwei Unterarten vorkommen.

 

Tag 5. Grosser Kaukasus und Tiflis
Den Tag über verbringen wir in der Umgebung von Stephantsminda um Arten zu finden, die wir am Vortag nicht oder nur unzureichend gesehen haben. Darunter den Wacholderlaubsänger, der in einem kleinen Wäldchen inmitten des Ortes vorkommt. Er erinnert in Aussehen und Gesang sehr dem nordischen Grünlaubsänger. Auf dem Weg nach Tiflis halten wir am Jvari-Pass und suchen hier die östliche Unterart der Ohrenlerche und den Kaukasus-Berghänfling. Die Laubwälder in den unteren Tallagen setzen sich aus Orient-Buche, Esskastanie, Feldahorn, Hainbuche und verschiedenen Eichenarten zusammen. Sie sind Heimat des Halbringschnäppers. Auch mit Zwergschnäpper und dem Gartenrotschwanz können wir rechnen. Am späten Nachmittag erreichen wir Tiflis. Reicht die Zeit, begeben wir uns evtl. noch auf eine kurze Stadtbesichtigung.

 

Tag 6. Kaiseradler und Rosenstar in der Steppe
Östlich der georgischen Hauptstadt liegt Kachetien, eine ausgedehnte Steppenlandschaft mit kleinen Seen und farbigen Felsformationen. Nur an den Ufern der schmalen Flüsse oder im Umfeld der kleinen Dörfer stehen Bäume. Sonst erinnert die baumlose Landschaft schon sehr an mittelasiatische Steppen. Dennoch findet sich in der kargen Landschaft ein reges Vogelleben. Viele Lerchen, darunter Kalander- und Kurzzehenlerchen singen. Gleichfalls sollte uns die Beobachtung von Brachpieper, Balkan-Steinschmätzer, Isabell-Steinschmätzer und Nonnen-Steinschmätzer gelingen. Auf den Stromleitungen sitzen Kappenammern, Blauracken und Schwarzstirnwürger. In den Steilhängen brüten Bienenfresser und Steinsperlinge. Über der Steppe kreisen Würgfalke, Zwerg-, Schlangen- und Steinadler. Hier ist die Beobachtung des Schmutzgeiers sehr wahrscheinlich. An den kleinen flachen Salzseen halten sich noch ziehende Zwergstrandläufer auf. Eine Besonderheit ist das Auftreten des Rosenstars, der oft in großer Zahl die kleinen Steppendörfer besiedelt. Die in Felsen angelegte und über Georgien hinaus bekannte Klosteranlage Dawit Garedscha wollen wir besichtigen und dabei den Felsenkleiber finden. In den Hecken und Sträuchern daneben ist der Gesang der östlichen Nachtigall und der Nachtigallengrasmücke zu hören.

Auf dem Rückweg stoppen wir in einem Park nahe der Stadt. Hier können wir Blutspecht und Weissrückenspecht entdecken. Gleichfalls den Kurzfangsperber, der nicht scheu, oft frei sitzend beobachtet werden kann.

 

Tag 7. Dilijan-Wald
Wir verlassen Georgien und fahren nach Armenien. Unser erstes Ziel ist der Wald von Dilijan. Hier interessieren uns wieder die Greifvögel, darunter Steppenbussard und Schlangenadler. Der Wald ist Lebensraum des Halbringschnäppers. Auf unserer Beobachtungsliste stehen der kaukasische Mittelspecht und der Asiatische Eichelhäher, der sich von unserem europäischen Häher durch eine weiße Stirn mit schwarzer Kopfzeichnung unterscheidet. Daneben lebt im Wald eine Unterart des Gartenrotschwanzes. Interessant sind diese Wälder allemal, ähneln sie doch sehr unseren mitteleuropäischen Buchenwäldern. Nur das hier nicht die Rotbuche, sondern die Orient-Buche wächst. Nach Passage des Tunnels südlich des Ortes Dilijan verändert sich die Landschaft fast schlagartig. Eingebettet in eine karge Gebirgslandschaft erstreckt sich der riesige Sewan-See. Nur an den Seeufern stehen vereinzelt Bäume. Noch vor Bezug des Hotels werden wir am Seeufer beobachten. So erfreuen wir uns an der seltenen Armenienmöwe. Gleichermassen an Weissflügel- und Weissbartschwalben und verschiedenen Kleinvogelarten, darunter Mariskenrohrsänger und Maskenschafstelze, Zistensänger und Rotkopfwürger.

 

Tag 8. Sewansee und Noravank-Tal
In den Morgenstunden verbleiben wir am Sewansee. Vielleicht entdecken wir die Nachtigallengrasmücke oder weitere Watvögel. Sicher sehen wir verschiedene Reiherarten (Nachtreiher, Ibis, Kuhreiher). Unser Hauptziel ist jedoch Vardenyats, eine Passhöhe im Kleinen Kaukasus. Die baumlose Landschaft mit ihren abgerundeten und oft noch schneebedeckten Bergen erinnert sehr an Norwegen. In diesem Gebiet suchen wir nach der seltenen Steinbraunelle, die hier in der Nähe der Bauernhöfe vorkommt. Eine weitere Art ist der Rotflügelgimpel, der nicht leicht zu entdecken ist. Sicher werden wir das kaukasische (sternlose) Blaukehlchen und den Steinrötel sehen. Auf den Bergseen sind schon Rostgänse mit ihren Jungen unterwegs. An den Ufern sehen wir Rotschenkel und Uferschnepfen. Am Nachmittag erkunden wir das spektakuläre Norovank-Tal. Die Felswände im Canyon ragen oft mehrere hundert Meter senkrecht in die Höhe. Am Ende der schmalen Strasse liegt das gleichnamige Kloster. Die Besichtigung der Anlage gilt auch dem Klippenkleiber. In den Steilhängen ist das Chukarhuhn nicht selten. Sehr wahrscheinlich ist die Beobachtung des Steinadlers, der in den Felsen brütet. Sicher werden wir Bezoarziegen sehen, aber wohl kaum den Persischen Leoparden. Die Suche nach dieser imposanten Katze entlang des Canyons lohnt sich jedoch allemal. Am Abend erreichen wir unseren nächsten Übernachtungsort.

 

Tag 9. Kleiner Kaukasus und Wüsten-Tal Vedi
Dieser Tag gilt der Beobachtung des Kaspi-Königshuhns, das dem Kaukasus-Königshuhn ähnlich ist, aber doch heller und etwas grösser erscheint. Hierzu werden wir sehr früh mit Geländewagen in die alpinen Regionen unterhalb des Berges Gndasar gebracht. Das Bergpanorama und die Vegetation beeindrucken gleichermaßen. Die Stille wird nur durch die melodischen Rufe des Königshuhns unterbrochen. Sogar Bären und Wölfe wurden hier schon gesichtet. Sehr sicher sind jedoch Karmingimpel, Bergpieper, Alpenbraunelle, Weisskehlsänger, sowie Bartgeier und Schlangenadler. Am Nachmittag wartet mit dem Vedi-Tal noch ein besonderer Beobachtungsort auf uns. Es ist ein sehr trockenes, wüstenartiges Tal, dessen Ränder aus rotem Sandstein geformt sind. Nur einige wenige Tamarisken wachsen neben einer schnell versiegenden Quelle. Hier sind Besonderheiten wie Dornspötter, Weissflügel- oder Wüstengimpel zu erwarten. Immer wieder ist der Gesang des Steinortolans zu hören. Nicht sicher, aber doch möglich, ist die Beobachtung der Schwarzstirnlerche. Sollte es geeignete Wasserstellen zur Beobachtung der seltenen Steppenkatze haben, werden wir nach ihr Ausschau halten.  Am Abend erreichen wir Jerewan, die Hauptstadt Armeniens.

 

Tag 10. Armash-Fischteiche
Die Artenvielfalt der Armash-Fischteiche nur unweit des Kleinen und Grossen Ararat lässt sich kaum überbieten. Besonders Wasservogelarten nutzen die Teiche als Rast- und Nahrungsgebiet. So die seltenen Marmel- und Weisskopfruderenten. Gleichfalls Weissschwanzkiebitz, Zwergdommel, Zwergscharbe und viele Reiherarten. In den Brachen und Sandabgrabungen brüten Schwarzflügelbrachschwalbe, Lachseeschwalbe und Stummellerche. Eine Besonderheit im Kaukasus ist das Vorkommen des Blauwangenspints. In den Schilfwäldern singen Feldrohrsänger und Mariskenrohrsänger, in den Gebüschen die Tamariskengrasmücke. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt von Watvögeln in den frisch abgelassenen Teichen. Im Schlick suchen Odinshühnchen, Seeregenpfeifer, Spornkiebitz und sogar Steinwälzer nach Nahrung. Am Nachmittag werden wir nochmal ins Gebirge gebracht, vorbei an Storchendörfer. Im kargen Gebirge wollen wir den Kaukasus-Steinschmätzer finden. Hoffentlich begegnen wir hier auch der Türkenammer, Klippenkleiber und dem Steinortolan. Am Abend kehren wir nach Jerewan zurück.

 

Tag 11. Berg Aragats
Der Aragats mit seinen über viertausend Höhenmetern ist den Armeniern heilig und auch im Sommer mit Schnee bedeckt. Mit dem Bus gelangen wir bis zu einer Bergstation. Die interessanten ornithologischen Besonderheiten des Berges, sind Vorkommen von Rotflügelgimpel und der östliche Ohrenlerche, die oberhalb der Baumgrenze leben und erst im Juni mit der Brut beginnen. Während die Ohrenlerche nicht selten ist, kann die Suche nach dem Rotflügelgimpel aufwendiger sein. Am Aragats sind zudem Berghänfling, Schneefink und die Steinbraunelle zu erwarten. Gleichfalls Bartgeier, Steinadler und Falkenbussard. In den unteren Lagen, nur unweit der Hauptstadt Eriwan suchen wir die Bergkalanderlerche. Hier beeindruckt immer wieder die Artenvielfalt der armenischen Kulturlandschaft, so mit Arten wie Wiedehopf, Brachpieper, Grauammer und den vielen Feldlerchen.

 

Tag 12. Heimreise
An diesem sehr frühen Morgen treten wir die Heimreise an.

 

 

Andreas Weber

Andreas Weber

hat sich als Reiseleiter auf Ost- und Nordeuropa spezialisiert. Das Baltikum ist mittlerweile zu seinem zweiten Zuhause geworden. Er wohnt jedoch mitten im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Ornithologie kam er schon recht früh in Berührung, da er auf einer Vogelwarte aufwuchs. Später machte er eine Ausbildung als Vegetationskundler während des Forststudiums. Seine Leidenschaft gilt jedoch den Kleineulen, besonders dem Sperlingskauz und dem Raufusskauz.

Andreas und sein Team sind seit Jahren unsere Reiseleiter fürs Baltikum und Nordostdeutschland und leiten dort mit grosser Begeisterung unsere LIBERTYBIRD Gruppen.

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6 Verspäteter Reiseantritt, Programmänderungen und Reiseabbruch
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3. No-Show: Treten Sie die Reise ohne Abmeldung nicht an (No-Show), wird der gesamte Reisebetrag zu 100 % fällig.

7 Reisegarantie und Versicherungen
1. Garantiefonds: Die Traveltrend Plus AG ist Teilnehmer am Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Ihre im Zusammenhang mit einer Pauschalreise einbezahlten Beträge sowie Ihre Rückreise sind damit abgesichert. Details finden Sie unter www.garantiefonds.ch.

2. Reiseversicherung: Der Abschluss einer kombinierten Reiseversicherung (Annullierungskosten und SOS-Schutz für Zwischenfälle) wird dringend empfohlen. In Zusammenarbeit mit der ERV Basel werden folgende Pakete angeboten:
Einmaliger Reiseschutz für eine Reise bei einem Reisepreis bis:

CHF 1’000.– = CHF 44.-
CHF 2’000.– = CHF 66.–

Verreisen Sie mehrmals jährlich oder übersteigt Ihr Reisepreis Fr. 4‘500.–? Dann ist der Jahres- und Freizeitschutz der ERV genau das Richtige für Sie! Es stehen Ihnen verschiedene Pakete zur Verfügung und zwar:

Multi Trip Easy – Einzelperson – Fr. 98.–
Multi Trip Clever – Einzelperson – Fr. 155.– / Familie Fr. 239.–
Multi Trip Comfort – Einzelperson – Fr. 243.– / Familie Fr. 379.–

Den detaillierten Leistungsumfang sowie mögliche Selbstbehalte und Ausschlüsse Ihrer Versicherung entnehmen Sie den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der EUROPÄISCHEN Reiseversicherungs AG (www.erv.ch), welche in jedem Fall massgebend sind.

8 Preisanpassungen
1. Änderungsvorbehalt: Wir behalten uns Preisänderungen bei offensichtlichen Irrtümern unsererseits vor. Zudem sind Anpassungen zulässig, wenn Transportmittel, Treibstoffe, staatliche Steuern/Gebühren, Wechselkurse oder Tarife unserer Partner nachträglich teurer werden.

2. Rücktrittsrecht: Beträgt eine Preiserhöhung mehr als 10 % des Reisepreises, haben Sie das Recht, innerhalb von 5 Tagen nach Erhalt der Mitteilung kostenlos vom Vertrag zurückzutreten.

3. Geltungsbereich: Die ausgeschriebenen Preise sind nur gültig, wenn die Reiseleistungen in der Schweiz erworben werden.

9 Haftung und Haftungsbeschränkungen
1. Verpflichtung: Naturetrend garantiert eine sorgfältige Auswahl der Leistungsträger, eine korrekte Prospektausschreibung nach bestem Wissen sowie eine fachmännische Organisation.

2. Haftungsausschluss: Wir haften nicht für Schäden durch Versäumnisse Ihrerseits, unvorhersehbare Fehler unbeteiligter Dritter oder Ereignisse höherer Gewalt. Für entgangene Ferienfreuden wird keine Haftung übernommen.

3. Personenschäden: Für Personenschäden während der Reise wird die Haftung übernommen, sofern diese von uns oder einem beauftragten Unternehmen schuldhaft verursacht wurden.

4. Sach- und Vermögensschäden: Bei Sach- und Vermögensschäden haftet die Traveltrend Plus AG für den unmittelbaren Schaden, jedoch höchstens bis zum zweifachen Reisepreis, sofern ein Verschulden vorliegt. Nationale und internationale Gesetze mit tieferen Haftungslimiten bleiben vorbehalten.

5. Eigenverantwortung: Die Einschätzung, ob Sie die körperlichen und fahrerischen Fähigkeiten für gebuchte Touren oder Mietfahrzeuge mitbringen, liegt allein bei Ihnen. Wird Ihnen vor Ort die Teilnahme wegen Fehlbeurteilung verweigert, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

6. Versicherungsschutz: Die Traveltrend Plus AG verfügt über eine gesetzlich vorgeschriebene Betriebshaftpflichtversicherung bei der Zürich Versicherung.

10 Rechte und Pflichten des Reiseteilnehmers
1. Anerkennung: Mit dem Kauf eines Arrangements anerkennt der Kunde diese AGB vollumfänglich.

2. Prüfpflicht: Bestätigungen und Reiseunterlagen müssen vor Abreise sorgfältig geprüft werden. Unstimmigkeiten sind sofort zu melden.

3. Mängelrüge vor Ort: Beanstandungen während der Reise müssen unverzüglich der Reiseleitung, der Hotelrezeption, dem lokalen Agenten oder dem Reiseorganisator gemeldet und schriftlich bestätigt werden.

4. Fristen: Kann ein Mangel vor Ort nicht innerhalb von 48 Stunden behoben werden, müssen Ansprüche zwingend innerhalb von 3 Wochen nach Reiseende schriftlich bei uns eingereicht werden, andernfalls erlischt jeder Schadenersatzanspruch. Die maximale Forderung ist auf den zweifachen Reisepreis begrenzt.

5. Befugnisse: Reiseleiter und Leistungsträger sind nicht berechtigt, im Namen der Traveltrend Plus AG finanzielle Forderungen oder Ansprüche anzuerkennen.

11 Reiseformalitäten, fremde Kulturen und Datenschutz
1. Einreisebestimmungen: Erforderliche Ausweise, Visa und Impfungen für Schweizer Staatsbürger:innen sind bei den jeweiligen Reisen aufgeführt. Wird ein Visum verweigert oder zu spät ausgestellt, gelten bei einer Stornierung die regulären Annullationsbedingungen.

2. Reiseverständnis: Als Besucher:innen anderer Kulturen werden Flexibilität, Verständnis und Nachsicht gegenüber anderen Lebensrhythmen, Sitten, Religionen und Standards vorausgesetzt.

3. Datenschutz: Die aktuellen Datenschutzbestimmungen können separat eingesehen werden. Anhang: Beratungs- und Servicepauschalen Diese Gebühren spiegeln den Aufwand, die Expertise und die massgeschneiderte Planung Ihrer Reise wider.

12 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
1. Es ist ausschliesslich Schweizerisches Recht anwendbar.

2. Der Gerichtsstand ist Bern.

 

Bern, 20.09.2026