Kolumbien

«Ornithologische Vielfalt im Land der Gegensätze»

Kolumbien hat eine bewegte Geschichte und wurde in der medialen Berichterstattung nicht immer im besten Licht porträtiert. In den letzten Jahren hat sich aber viel verändert im Land. Nicht alle Konflikte sind gelöst, aber Kolumbien präsentiert sich mittlerweile als sicheres und immer populäreres Reiseland. Touristen sind begeistert von der kulturellen Vielfalt und der Freundlichkeit der Kolumbianer und für Naturliebhaber und insbesondere Ornithologen ist das Land unbestritten ein Paradies. Kein Land beherbergt so viele verschiedene Vogelarten wie Kolumbien, nämlich fast 2000, darunter zahlreiche Endemiten, also Arten die nur gerade hier vorkommen. Auch was die Diversität von Orchideen anbelangt (mehr als 4000 Arten!), ist Kolumbien weltweit führend. Dies ist nicht zuletzt der abwechslungsreichen Geografie zu verdanken. Die Vielfalt an Lebensräumen ist überwältigend.

Durch Kolumbien ziehen sich 3 Andenarme. Auf dem Hauptteil dieser Reise besuchen wir Gebiete in den Tiefländern des Chocó, in den zentralen und westlichen Kordilleren und im Mittleren Magdalenatal. Dabei lernen wir verschiedene Ökosysteme kennen, wie feuchte Tieflandregenwälder, Bergnebelwälder, Trockenwälder, Feuchtgebiete und den faszinierenden Paramo – ein Vegetationstyp, der nur in den Anden existiert. Im zweiten, optionalen Teil der Reise erkunden wir die Karibikküste und die Sierra Nevada de Santa Marta, das höchste Küstengebirge der Welt und gemäss IUCN „das unersetzlichste Gebiet der Welt für bedrohte Arten“. Viele Vogelarten kommen nur gerade hier vor.

Auf dem Hauptteil dieser Reise können wir 400–500 verschiedene Vogelarten (darunter 25 Endemiten) erwarten, in der Verlängerungswoche können gut nochmals 150 Arten (und zahlreiche Endemiten) dazu kommen. Unser Ziel ist aber nicht in erster Linie, eine möglichst lange Artenliste zu erarbeiten, sondern erfüllende Beobachtungen von vielen faszinierenden Vogelarten zu ermöglichen und dabei stets auch auf das Wohl der Vögel und der fragilen Ökosysteme zu achten. Hilfsmittel wie Lockrufe ab Tonband werden wir sparsam einsetzen. Die Reise ist nicht speziell auf Fotografen ausgerichtet, aber diese werden auf jeden Fall auf ihre Rechnung kommen – nicht nur was Vögel anbelangt, sondern auch schöne Landschaften, die beeindruckende Flora und die lokale Architektur. Auch beim Fotografieren ist aber rücksichtsvolles Verhalten oberste Devise.

Die Vogel- und Naturbeobachtung wird auf der Reise klar im Fokus stehen, daneben legen wir auch Wert darauf, dass wir einen Einblick in die kulturellen Eigenheiten des Landes erhalten.

Arrangementpreis p/P im DZ/VP

CHF 6'450.-

Zuschlag EZ

CHF 850.-

Verlängerung p/P im DZ/VP

CHF 2'140.-

Zuschlag EZ Verlängerung

CHF 690.-

Verlängerung 14. - 21. Februar 2020

Anmeldung bis N/A

Durchführung garantiert

Unterkünfte
Von simpel bis komfortabel. Insgesamt sind die touristischen Standards in Kolumbien (noch) nicht sehr hoch. Viele Unterkünfte befinden sich direkt in abgelegenen Naturreservaten und sind entsprechend einfach, aber ruhig und wunderschön gelegen.

Klima
Je nach Höhenlage sehr warm bis kühl. Mit Regen ist immer zu rechnen, im Allgemeinen ist die Jahreszeit aber eher trocken.

Anforderungen
Eine gute physische Kondition ist wichtig. Wir werden oft zu Fuss unterwegs sein und uns in Höhenlagen zwischen 300 und 4000 m ü. M. bewegen (bzw. auch auf Meereshöhe in der Verlängerungswoche). Ein starkes ornithologisches Interesse ist Voraussetzung, wie auch die Bereitschaft, früh aufzustehen und lange Tage im Feld zu verbringen. Wir werden mit einem komfortablen Bus und lokal mit Allradfahrzeugen unterwegs sein, dabei legen wir an einigen Tagen auch längere Distanzen auf kurvenreichen Strassen zurück. Einzelzimmer sind nicht überall verfügbar.

Beteiligung
mind. 8, max. 10 Teilnehmende.

Eingeschlossene Leistungen
− Flughafen- und Sicherheitstaxen CHF 400.–
− Leistungen gemäss Allgemeine LIBERTY BIRD Leistungen.

Impfungen
− keine Impfungen obligatorisch
− Gesundheit siehe Allgemeine LIBERTY BIRD Leistungen

Einreiseformalitäten
− Gültiger Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss.

 

1. Tag: Flug ab Zürich über Bogotá nach Cali.
Abends Ankunft auf dem internationalen Flughafen in Cali, danach kurzer Transfer durch die hier typischen Rohrzuckerplantagen nach Cali, wo wir unser Hotel beziehen.

 

2. Tag: Km 18 und Anchicayá Tal
Frühmorgens fahren wir hinauf zum Km 18, wo wir die Finca Alejandría besuchen. An den Futterstellen und im umliegenden Wald lernen wir die ersten ornithologischen Spezialitäten der Gegend kennen, zum Beispiel Kolumbienguan, Blauscheitelamazilie, Goldkopftrogon, und verschiedene der farbenfrohen Tangaren, darunter hoffentlich die endemische Schwarzohr-Bunttangare. Anschliessend bringen uns Geländefahrzeuge das Anchicayá-Tal hinunter Richtung feuchte Tieflandregenwälder des Chocó. Selbst in Kolumbien gibt es nur wenige Orte, wo die Biodiversität so hoch ist wie hier. Unterwegs stoppen wir immer wieder und halten Ausschau nach den vielen Spezialitäten und Endemiten. Die Liste ist lang und kann Arten wie Smaragdschattenkolibri, Orangerachen-Andenkolibri, Rotstern-Brillantkolibri, Tukanbartvogel, Chocótapaculo, Goldscheitel-Buschammer, Rotohr-Bunttangare und Rostkehltangare umfassen. 

 

3. Tag: Anchicayá Nature Camp
Den ganzen Tag dürfen wir in den Tieflandregenwäldern im unteren Bereich des Anchicayá-Tals verbringen und suchen nach den unzähligen, selten beobachteten Spezialitäten dieser Zone. Unsere Zielarten sind u.a. Ortonguan, Rosenberg-Nachtschwalbe, Zahnschnabelkolibri, Rosenbergamazilie, Küstentukan, Choko- und Litaspecht, Rosenwangenpapagei, Chocóameisenvogel, Schwarzkopf-Ameisendrossel, Pazifik-Breitschnabeltyrann, Weisskopf-Zaunkönig, Chocówaldsänger, Gelbbrauen- und Ockerbrustkardinal, Gelbbrust- und Moosmantel-Bergtangare, Silbermanteltangare, Rotbrauentangare, Seidenflankentangare und der bedrohte Blauwaldsänger aus Nordamerika, der hier überwintert.

 

4. Tag: Anchicayá Nature Camp und Nebelwald am hohen Anchicayá
Den Morgen verbringen wir nochmals rund um das Anchicayá Nature Camp, später arbeiten wir uns langsam wieder talaufwärts in Richtung Cali und bauen unterwegs verschiedene Stopps ein, wo wir weiterhin nach den typischen Bewohnern des Choco und der Westlichen Kordilleren suchen und sicherlich die eine oder andere Überraschung erleben werden.

 

5. Tag: Laguna de Sonso und Weiterreise nach Montezuma
Die Laguna de Sonso ist mit einer Fläche von etwa 600 ha das grösste Feuchtgebiet im Cauca-Tal. Hier finden sich auch gute Bestände von Trockenwäldern. Das Gebiet ist umgeben von ausgedehnten Zuckerrohr- und Reisplantagen. Typische Vogelarten sind Hornwehrvogel, Gelbbrust- und Rotschnabel-Pfeifgans, Rötel- und Zwergkuckuck, Falkennachtschwalbe, Urutau-Tagschläfer, Rallenkranich, Rotstirn-Blatthühnchen, Amerikanischer Schlangenhalsvogel, verschiedene Reiherarten, Schneckenweih, Schopf- und Gelbkopfkarakara, Schwarzbauch-Ameisenfänger, Elsterwassertyrann, Gelbbauchstärling und vieles mehr. Von den Endemiten oder Fast-Endemiten kommen Braunrücken-Zwergspecht, Brillensperlingspapagei, Streifenameisenwürger und Kolumbienschopftyrann vor. Anschliessend starten wir eine lange Fahrt nordwärts Richtung Montezuma (etwa 6 Stunden). Wir überqueren die Westlichen Kordilleren, steigen um auf Geländefahrzeuge und erreichen schlussendlich die einfache, aber gemütliche und familiäre Montezuma Lodge in der Nähe des Tatamá-Nationalparks, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen.


6. Tag: Cerro Montezuma
Wir befinden uns in der Zone „El Tatamá“, was in der lokalen indigenen Sprache „Grossvater der Flüsse“ bedeutet. Das Gebiet in den Westlichen Kordilleren ist eine der regenreichsten in Kolumbien. Gleichzeitig gibt es nur wenige Orte auf der Welt, die ähnlich artenreich sind. Wir bewegen uns mit unseren Geländefahrzeugen entlang der Montezuma Road in einer Höhenlage zwischen 1200 und 2600 m ü. M. Um die 600 Vogelarten sind hier nachgewiesen, etliche davon werden uns vor die Linse kommen. Zu den lokalen Spezialitäten gehören Langschwanzsylphe, der extrem seltene Antioquia-Andenkolibri, Hyazinthkolibri, Brauner Andenkolibri, Purpurbrustkolibri, Rotstern-Brillantkolibri, Nebelzwergkauz (der erst Ende 1990er-Jahre beschrieben wurde), Tukanbartvogel, Parkerameisenfänger, Gelbbrust-Ameisenpitta, verschiedene Tapaculos (darunter der 2017 beschriebene Tatama Tapaculo), Tropfenbrust-Astspäher, Schmuckbrust-Stachelschwanz, Orangebrustkotinga, die faszinierende Keulenschwingenpipra, Schmuckhäher, Negretzaunkönig, Schwarzklarino, Graubrust-Grünammer, Dreifarben-Buschammer, Chocówaldsänger, Scharlachhaubenkardinal, Blauschulter-, Goldring-, Schwarzkinn-, und Purpurmantel-Bergtangare, Rotohr-Bunttangare, Rostkehltangare, Maronenbauch-Hakenschnabel, Indigohakenschnabel. Mit viel Glück können wir auch die eine oder andere der hier heimischen Säugerarten wie Tayra (eine Marderart), Waldhund oder Ozelot beobachten.

 

7. Tag: Cerro Montezuma und Weiterreise ins Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya
Den Morgen verbringen wir nochmals in diesem fantastischen Gebiet rund um die Montezuma Lodge. Nach dem Mittagessen verlassen wir die Westlichen Kordilleren, durchqueren das Cauca-Tal und die Stadt Pereira und fahren hinauf ins Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya in den Zentralen Kordilleren (Fahrzeit etwa 4 Stunden) Wir übernachten im Reservat auf ca. 2000 m ü. M. in einer einfachen aber zweckmässigen und fantastisch gelegenen Unterkunft, die mehrere internationale Nachhaltigkeitspreise gewonnen hat. Auf einer optionalen Nachtexkursion haben wir Chancen, die seltene Kolumbienkreischeule oder die weit verbreitete Cholibakreischeule zu entdecken.

 

8. Tag: Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya, Transfer ins Naturreservat Río Blanco
Wir verbringen den grössten Teil des Tages im Reservat, das durch subtropische Regenwaldgesellschaften geprägt ist. Entlang der Strasse suchen wir nach den typischen Vogelarten dieser Gegend. Einige der zu erwartenden Spezialitäten sind die ebenso seltene wie charismatische Sturzbachente, der endemische Caucaguan, Kastanienwachtel, Westlicher Bunthalskolibri, Grauscheitel-Ameisenpitta, die seltene Rotkopf-Ameisenpitta, Stilestapaculo, Zimtbinden-Laubtyrann, Rotkehlkotinga, Schwarzohr-Bunttangare und vieles mehr. Daneben begegnen wir mit Glück auch Säugetieren wie Brüllaffen, dem Maikong oder Waldhunden. Am Nachmittag fahren wir nach Manizales und weiter ins Reservat Río Blanco, wo wir übernachten. Wenn wir noch Energie haben, suchen wir auf einer Nachtexkursion nach Andennachtschwalbe, der Grossen Spiegelnachtschwalbe, Weisskehl-Kreischeule, Rötelkauz und Styxeule. Die spektakulären Schwalbenschwanz- und Leierschwanz-Nachtschwalben kommen ebenfalls vor, sind aber schwieriger zu finden.

 

9. Tag: Naturreservat Río Blanco, Transfer nach Manizales
Das bedeutende Reservat in den Zentralen Kordilleren, welches der Wasserversorgungs-Gesellschaft der Stadt Manizales gehört, ist das vielleicht meistbesuchte Vogelbeobachtungsgebiet in Kolumbien. Río Blanco ist insbesondere dafür bekannt, dass hier an einem Tag 4 oder 5 Arten von Ameisenpittas, welche die extra für sie eingerichteten Futterstellen besuchen, beobachtet werden können, darunter die seltene Zweifarben-Ameisenpitta und die endemische Brustband-Ameisenpitta.

Auch sonst hat das Reservat aber ornithologisch viel zu bieten. Gemischte Vogelgruppen bewegen sich rasch durch das Buschwerk und bestehen neben den farbigen Tangaren aus vielen weiteren Arten. Auch verschiedene Papageien-Arten sind hier heimisch. Zu den meistgesuchten Arten gehören Westlicher Bunthalskolibri, Weissbauchelfe, Schwarzschnabeltukan, Bindenbauch- und Zimtbindenspecht, Zwergamazone, Pinselsittich, verschiedene Tapaculos (u.a. der bemerkenswerte Perlmanteltapaculo), Streifenbaumspäher, Rostbrust-Laubtyrann, Graukotinga, der endemische Goldgesicht-Waldsänger, Weisskappen-, Papagei-, und Plüschkopftangare und vor allem auch der ungewöhnliche Maskensaltator. Gegen Abend fahren wir in die nahegelegene Stadt Manizales, wo wir übernachten.

 

10. Tag: Páramo del Ruiz und Subparamo
Frühmorgens fahren wir los an den höchsten Punkt dieser Reise, den Páramo del Ruiz auf rund 4100 m ü. M. Der Paramo ist eine feuchte Vegetationsform, welche typisch für die nördlichen hohen Anden ist und auf uns Europäer völlig fremd wirkt. Der Subparamo ist geprägt durch bis zu 3 m hohe Sträucher, weiter oben werden diese abgelöst durch Farne und Krautvegetation. Typisch sind aber vor allem die emblematischen Espeletia-Arten. Zusammen mit dem hier oft dichten Nebel wirkt die Landschaft wie aus einer anderen Welt. Mehrere Vogelarten sind auf diesen Lebensraum spezialisiert, darunter Kolibriarten wie der hübsche Violettkehl-Helmkolibri und das Grüne Glanzschwänzchen, Grauwangen-Ameisenpitta, Schuppenbrust-Uferwipper, Weissstrichel- und Graubauchcanastero. Je nach Wetter haben wir auch Chancen auf Greifvögel wie Andenkondor oder Agula. Etwas weiter unten suchen wir nach weiteren Spezialitäten der hohen Lagen, insbesondere Kolibris wie Weissspitzen-Glanzschwänzchen, Grünes Glanzschwänzchen, Schwarzfeder- und Goldbrust-Höschenkolibri, Fleckenbauch-Avosettkolibri, Rostroter Andenkolibri, Fahlflügel-Andenkolibri und Blauflügelkolibri.

 

11. Tag: Transfer von Manizales nach Jardín
Wir verlassen Manizales und machen uns auf den Weg ins reizende Dorf Jardín in den Westlichen Kordilleren. Die Fahrt dauert etwa 6 Stunden. Unterwegs stoppen wir in Cameguada, ein Reservoir, wo eine breite Palette von Wasservögeln (Enten, Reihern, Limikolen, Rallen etc.) und typischen Vögeln der Kaffeeregion beobachtet werden können. Wenn die Zeit reicht, besuchen wir in Jardín noch die spektakuläre Balzarena des enigmatischen Andenfelsenhahns am Dorfrand, bevor wir unsere Unterkunft beziehen. Das Dorf Jardín mit seinem kolonialen Baustil ist ein architektonisches Juwel. Auf dem Dorfplatz lässt sich bei einer Tasse lokalen Kaffes das beschauliche Dorfleben beobachten. 

 

12. Tag: Jardín und Umgebung
Frühmorgens fahren wir los und verbringen den Tag in den typischen andinen Bergwäldern dieser Region. Ein grosser Teil des Waldes der Gemeinde Jardín und einiger Nachbargemeinden steht unter Schutz. Das gesamte Schutzgebiet umfasst rund 230 km2 und wurde unter anderem für den seltenen Gelbohrsittich eingerichtet, welcher um die Jahrtausendwende am Rand des Aussterbens stand. Mittlerweile haben sich die Bestände dank der Schutzbemühungen etwas erholt, er ist aber nicht immer einfach zu finden. Der Gelbohrsittich ist angewiesen auf den Nationalbaum von Kolumbien, die charakteristische Quindio-Wachspalme, welche ihrerseits stark bedroht ist. Weitere bemerkenswerte Vogelarten, die wir hier mit etwas Glück finden können, sind Kolumbienguan, viele Kolibri-Arten (darunter mit etwas Glück der spektakuläre Schwertschnabelkolibri), Rostnacken-Ameisenpitta, der vielgesuchte Perlmanteltapaculo, Streifenbaumspäher, die seltene Braunohrkotinga, Tangarenbuschammer, Rotbauchstärling sowie verschiedene Tangaren, darunter Papageitangare, Goldscheitel-Bergtangare und Rosaschnabeltangare.

 

13. Tag: Jardín und Transfer ins Reservat Río Claro
Den Morgen verbringen wir nochmals rund um das Dorf Jardín und suchen bisher verpasste Arten. Anschliessend fahren wir mit Zwischenstopps ins Reservat Río Claro, wo wir übernachten.

 

14. Tag: Reserva Natural Río Claro
Das private Reservat Río Claro schützt ein wichtiges Relikt des tropischen Karstwaldes im Magdalenatal. Wir befinden uns hier zwischen den Zentralen und den Östlichen Kordilleren, die Avifauna unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Gebieten, die wir besucht haben. Das Reservat ist klein aber mit den steilen Schluchten landschaftlich sehr reizvoll, es sind hier gut 500 Vogelarten nachgewiesen, darunter Endemiten und Spezialitäten wie Antioquialaubtyrann, Magdalena-Ameisenvogel und Graurückenkardinal. Weitere bemerkenswerte Arten sind u.a. Fleckenkehl-Schattenkolibri, Blaubrustamazilie, Streifenreiher, Weissschwanztrogon, Grünschnabel-Faulvogel, Goldkehl- und Zitronenkehltukan, Goldkopfpapagei, Schieferkopf-Ameisenvogel, Gelbkehl-Krummschnabeltyrann, Bindenbauch-Zaunkönig, Roststeissorganist, Russgesicht-Stärlingstangare, Schlichttangare. Der Besuch einer Höhle, wo die einzigartigen Fettschwalme leben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Am Nachmittag besuchen wir ein Gebiet mit feuchtem Kulturland, wo wir u.a. den seltenen Weisswangen-Wehrvogel suchen Auf einer Nachtexkursion im Reservat suchen wir Eulen und andere nachtaktive Tiere.

 

15. Tag: Transfer zum Flughafen in Medellin
Rückflug nach Zürich oder Flug nach Barranquilla.

 

16. Tag Ankunft in der Schweiz

 

 

Verlängerung Karibikküste

16. – 22. Tag Karibikküste
Wir besuchen die typischen Ökosysteme der Karibikregion. Wir starten in Barranquilla an der Mündung des Magdalena-Flusses u.a. im Schutzgebiet Vía Parque Isla de Salamanca. Anschliessend erkunden wir die Gegend um das Reservat Los Flamencos und Palomino (Hotel direkt am Strand). Hier finden wir insbesondere trockene Dornwälder mit ihrer spezialisierten Fauna. Höhepunkt bildet schliesslich der Besuch der Sierra Nevada de Santa Marta. Die Sierra gilt als das höchste Küstengebirge der Welt, ist vollständig von den Anden abgetrennt und beherbergt eine einmalige Fauna und Flora. Wir besuchen verschiedene Höhenstufen bis hin-auf auf 2600 m. Die Liste der zu beobachtenden Vogelarten ist sehr lang und umfasst Arten wie Santa-Marta-Sittich, Santa- Marta-Waldsänger und die erst vor kurzem entdeckte Santa-Marta-Kreischeule.

 

23. Tag Rückflug in die Schweiz
und Ankunft in Zürich.

 

 

 

 

 

 

 

Mathias Ritschard

Mathias Ritschard

Mathias ist seit seiner Kindheit im Berner Seeland ein begeisterter Birder. Zu Beginn haben sich seine ornithologischen Erkundungstouren auf das Inland konzentriert und schon in seinen jungen Jahren war er Mitautor des Buches „Vögel beobachten in der Schweiz“. Später hat er seinen Aktivitätsradius erweitert und insbesondere Asien intensiv bereist. In den letzten Jahren war er vermehrt auch in den Neotropen unterwegs.

Er hat Biologie studiert und in Deutschland mit einer Arbeit über Vogelgesang promoviert. Seit einigen Jahren arbeitet er in einem auf Ornithologie spezialisierten Ökobüro in Zürich. Neben Taxonomie und Bestimmung interessieren ihn insbesondere auch die Bioakustik und die ökologischen Zusammenhänge.
In seiner Freizeit engagiert sich er sich u.a. als Vorstandsmitglied bei der Ala und als Gründungsmitglied beim gemeinnützigen Verein „Binoculars4charity“

Mathias wird durch Kolumbien von seiner Frau Juanita Olano Marín begleitet, ebenfalls Biologin und gebürtige Kolumbianerin. Das Duo ist dank Ihrem umfangreichen Wissen, eine Bereicherung für alle.

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Person 1

Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen der RB – Reise Beratung, Bern

 

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ab 14 Tagen vor Abreise 100%

 

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Verspäteter Reiseantritt, Programmänderung, Reiseabbruch: Für Kosten, die durch verspätetes Eintreffen am Anreise- oder Ferienort sowie durch Fehlen der erforderlichen Reisedokumente entstehen, haftet der Reiseteilnehmer. Zu Lasten des Reisenden gehen die zusätzlichen Kosten von Verlängerung, Programmänderungen und Reiseabbruch, die durch höhere Gewalt, Streik, Witterung und Eigenverschuldung verursacht werden.

 

Versicherungsschutz: Eine Annullations- und Extrarückreisekosten-Versicherung ist obligatorisch. Falls Sie nicht über eine eigene Versicherung verfügen, empfehlen wir die Annullationskosten-Versicherung der Europäischen Versicherung mit 24h Personen-Assistance: Reisebetrag bis Fr. 500.– = Kosten Fr. 29.–,
Fr. 1000.– = Fr. 49.–, Fr. 2000.– = Fr. 69.–,
Fr. 3000.– = 92.–. Diese Versicherung deckt Schäden, falls die Reise nicht angetreten werden kann oder vorzeitig abgebrochen werden muss. Über den genauen Versicherungsschutz gibt die Broschüre der Europäischen Versicherung Auskunft, die Sie bei Versicherungs-Abschluss, aber spätestens mit den Reiseunterlagen erhalten. Eine Informationsbroschüre ist jederzeit erhältlich.

Für Personen, die mehrmals jährlich verreisen und deren Annullationskosten mehr als Fr. 3’000.– betragen, lohnt sich die Jahresversicherung der Europäischen Versicherung mit Annullationsschutz sowie Extrarückreise mit 24h Personen Assistance. Kosten für Einzelpersonen Fr. 119.–, für Mehrpersonenhaushalte Fr. 198.–.

Diese Versicherungen gelten für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.

Gepäck-, Kranken- und Unfallversicherung sind Sache des Reisenden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung.

 

Preise: Die Preise basieren auf den im Zeitpunkt der Drucklegung (August 2018) gültigen Tarifen. Wir müssen uns vorbehalten, die Preise bei offensichtlichen Irrtümern unsererseits anzupassen. Preiserhöhungen für Flugtarife, Treibstoff, Taxen/Steuern, Devisen oder Tarifanpassungen unserer Leistungsträger werden nachbelastet. Beträgt die Erhöhung mehr als 10% des Reisepreises, besteht das Recht, innerhalb von 5 Tagen nach Mitteilung kostenlos vom Vertrag zurückzutreten. Die Preise haben nur Gültigkeit, wenn die Leistungen in der Schweiz erworben werden.

 

Haftung: agt garantiert eine sorgfältige Auswahl der Leistungsträger, eine nach bestem Wissen erfolgte Prospektausschreibung sowie eine professionelle Reiseorganisation. Wir haften nicht für Schäden infolge Versäumnissen Ihrerseits vor und während der Reise, unvorhergesehene Einflüsse eines unbeteiligten Dritten oder für Ereignisse höherer Gewalt. Für Personenschäden während der Reise übernimmt agt die Haftung, sofern diese von einem von uns beauftragten Unternehmen schuldhaft verursacht worden sind. Bei Sach- und Vermögensschäden haftet agt für den unmittelbaren Schaden und höchstens den zweifachen Reisepreis, wenn einem von uns beauftragten Unternehmen die Schuld zuzuführen ist. Vorbehalten bleiben tiefere Haftungslimiten, die sich aus internationalen und nationalen Gesetzen ergeben.

 

Sicherstellung der eingezahlten Beträge: agt ist Teilnehmer am Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Damit sind die im Zusammenhang mit Ihrer Pauschalreise-Buchung eingezahlten Beträge sichergestellt. Hierüber gibt Ihnen das Informationsblatt «garantiert hin und zurück» detailliert Auskunft, das Sie bei uns oder einem anderen dem Garantiefond angeschlossenen Reisebüro erhalten

agt hat gemäss Anforderungen des schweizerischen Reiserechtes bei der AXA Winterthur eine Betriebshaftpflichtversicherung über 10 Mio. Franken abgeschlossen.

 

Rechte und Pflichten des Reiseteilnehmers: Mit dem Kauf eines Arrangements anerkennt der Kunde unsere Bedingungen. Bestätigungen und Reiseunterlagen sind vor Abreise sorgfältig zu studieren und auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Allfällige Unstimmigkeiten sind unverzüglich zu melden. Beanstandungen während der Reise sind unverzüglich dem Reiseleiter, der Hotelreception, dem lokalen Agenten und dem Reiseorganisator bekanntzumachen und sind schriftlich bestätigen zu lassen. Können Mängel nicht innerhalb 48 Std. an Ort und Stelle behoben werden, sind etwaige Ansprüche innerhalb 3 Wochen nach Reiseende schriftlich an uns zu richten, sonst erlischt jeder Schadensanspruch. Die Forderung beschränkt sich auf den unmittelbaren Schaden, aber höchstens auf den zweifachen Reisepreis. Der Reiseleiter und die Leistungsträger sind nicht befugt, im Namen von agt Forderungen anzuerkennen.

 

Reiseformalitäten: Erforderliche Ausweise, Visa, Impfungen etc. sind für SchweizerInnen bei den jeweiligen Reisen erwähnt. Wird ein Visum verweigert oder zu spät ausgestellt und Sie müssen die Reise annullieren, gelten die normalen Annullations-Bestimmungen.

 

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Andere Länder andere Sitten

Als „BesucherInnen“ anderer Kulturen braucht es nicht nur eine gute Vorbereitung, sondern auch Verständnis, Geduld und oft gar Langmut. Kultur ist auch Lebensrhythmus und Zeitverständnis, Lärm- und Geschmacksempfindung, Obrigkeits-, Religions- und Staatsverständnis, oder auch der Umgang mit vorhanden Ressourcen. Und Kultur wird – oder wurde – immer von Menschen gemacht, die das was sie tun für richtig halten.

 

Schweizerisches Recht ist anwendbar. Gerichtsstand ist Bern.

 

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