Kolumbien

«Ornithologische Vielfalt im Land der Gegensätze»

Kolumbien hat eine bewegte Geschichte und wurde in der medialen Berichterstattung nicht immer im besten Licht porträtiert. In den letzten Jahren hat sich aber viel verändert im Land. Nicht alle Konflikte sind gelöst, aber Kolumbien präsentiert sich mittlerweile als sicheres und immer populäreres Reiseland. Touristen sind begeistert von der kulturellen Vielfalt und der Freundlichkeit der Kolumbianer und für Naturliebhaber und insbesondere Ornithologen ist das Land unbestritten ein Paradies. Kein Land beherbergt so viele verschiedene Vogelarten wie Kolumbien, nämlich fast 2000, darunter zahlreiche Endemiten, also Arten die nur gerade hier vorkommen. Auch was die Diversität von Orchideen anbelangt (mehr als 4000 Arten!), ist Kolumbien weltweit führend. Dies ist nicht zuletzt der abwechslungsreichen Geografie zu verdanken. Die Vielfalt an Lebensräumen ist überwältigend.

Durch Kolumbien ziehen sich 3 Andenarme. Auf dem Hauptteil dieser Reise besuchen wir Gebiete in den zentralen und westlichen Kordilleren, in den Tiefländern des Chocó und im Mittleren Magdalenatal. Dabei lernen wir verschiedene Ökosysteme kennen, darunter feuchte Tieflandregenwälder, Bergnebelwälder, Trockenwälder, Feuchtgebiete und den faszinierenden Paramo – ein Vegetationstyp, der nur in den Anden existiert. Im zweiten, optionalen Teil der Reise erkunden wir die Karibikküste und die Sierra Nevada de Santa Marta, das höchste Küstengebirge der Welt und gemäss IUCN „das unersetzlichste Gebiet der Welt für bedrohte Arten“. Viele Vogelarten kommen nur gerade hier vor.

Auf dem Hauptteil dieser Reise können wir 400–500 verschiedene Vogelarten (darunter 25 Endemiten) erwarten, in der Verlängerungswoche können gut nochmals 150 Arten (und zahlreiche Endemiten) dazu kommen. Unser Ziel ist aber nicht in erster Linie, eine möglichst lange Artenliste zu erarbeiten, sondern erfüllende Beobachtungen von vielen faszinierenden Vogelarten zu ermöglichen und dabei stets auch auf das Wohl der Vögel und der fragilen Ökosysteme zu achten. Hilfsmittel wie Lockrufe ab Tonband werden wir deshalb nur sehr sparsam einsetzen. Die Reise ist nicht speziell auf Fotografen ausgerichtet, aber diese werden auf jeden Fall auf ihre Rechnung kommen – nicht nur was Vögel anbelangt, sondern auch schöne Landschaften, die beeindruckende Flora und die lokale Architektur. Auch beim Fotografieren ist aber rücksichtsvolles Verhalten oberste Devise.

Neben der Naturbeobachtung legen wir auch Wert darauf, dass wir einen guten Einblick in die kulturellen Eigenheiten des Landes erhalten und werden versuchen, spontan entsprechende Aktivitäten einzubauen.

Arrangementpreis p/P im DZ/VP

CHF 5'980.-

Zuschlag EZ

CHF 850.-

Verlängerung p/P im DZ/VP

CHF 1'990.-

Zuschlag EZ Verlängerung

CHF 690.-

Verlängerung 7. - 14. September 2018

Anmeldung bis 21. Mai 2018

Unterkünfte
Die Standards sind je nach Ort unterschiedlich, von simpel bis komfortabel und charmant. Viele Unterkünfte befinden sich direkt in abgelegenen Naturreservaten und sind entsprechend einfach, aber ruhig und wunderschön gelegen. An den meisten (aber nicht allen) Orten gibt es warmes Wasser und Wi-Fi.

Klima
Je nach Höhenlage sehr warm bis kühl. Mit Regen ist immer zu rechnen, im Allgemeinen ist die Jahreszeit aber eher trocken.

Anforderungen
Eine gute physische Kondition ist wichtig. Wir werden oft zu Fuss unterwegs sein und uns in Höhenlagen zwischen 300 und 4000 m ü. M. bewegen (bzw. auch auf Meereshöhe in der Verlängerungswoche).

Wir werden mit einem komfortablen Bus und lokal mit Allradfahrzeugen unterwegs sein, dabei legen wir an einigen Tagen auch längere Distanzen auf kurvenreichen Strassen zurück.

Das lokale Essen ist in der Regel reich an Kohlenhydraten und es wird nicht mit Fleisch gespart, auf Wunsch wird es aber oft die Möglichkeit geben, auch leichtere und vegetarische/vegane/für Allergiker geeignete Mahlzeiten zu erhalten.

Beteiligung
mind. 12, max. 14 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen
− Flughafen- und Sicherheitstaxen CHF 670.–
− Visum
− Leistungen gemäss Allgemeine LIBERTY BIRD Leistungen

Impfungen
− keine Impfungen obligatorisch
− Gesundheit siehe Allgemeine LIBERTY BIRD Leistungen

Einreiseformalitäten
− Gültiger Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss, und Visum

Kolumbien - Kopie

 

1. Tag: Flug ab Zürich über Bogotá nach Cali, Transfer zum Km 18
Ankunft (Tageszeit?) auf dem internationalen Flughafen in Cali, danach kurzer Transfer durch die hier typischen Rohrzuckerplantagen, die Stadt Cali und hinauf zum „Km 18“, wo wir unser Hotel beziehen. Anschliessen besuchen wir die Finca Alejandría, wo wir die ersten ornithologischen Spezialitäten der Gegend kennenlernen, zum Beispiel Goldkopftrogon, Blaukopf-Saphirkolibri und verschiedene der farbenfrohen Tangaren, darunter die endemische Schwarzohr-Bunttangare.

 

2. Tag: Feuchte Tieflandregenwälder des unteren Anchicayá
Frühmorgens bringen uns Geländefahrzeuge hinunter an den unteren Anchicayá-Fluss Richtung Pazifikküste, in die feuchten Tieflandregenwälder des Chocó. Selbst in Kolumbien gibt es nur wenige Orte, wo die Biodiversität so hoch ist wie hier. Unterwegs stoppen wir immer wieder und halten Ausschau nach den vielen Spezialitäten und Endemiten. Die Liste ist lang und kann Arten wie Braunmantel-Stirnvogel, Esmeraldasralle, Fünffarben- und Tukanbartvogel, Gelbohrarassari, verschiedene Kolibris, Pipras und Ameisenvögel umfassen, darunter Schwarzkehl-Ameisendrossel und Orangeflanken-Ameisenpitta. Wir übernachten in einem Hotel in der Gegend.

 

3. Tag: Nebelwald und landwirtschaftliche Zonen am hohen Anchicayá
Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir das Gebiet des hohen Anchicayá. Die Landschaft hier besteht aus einem Mosaik von Bergwäldern, Wiesland und Kaffeeplantagen. Hier suchen wir nach den typischen Bewohnern der Westlichen Kordilleren, zum Beispiel, Schwarzklarino, Rotkehl- und Silberkehltangare, Langschwanzsylphe, Rotstern-Billantkolibri, Nariñotapaculo und Rotwangenschlüpfer. Gegen Abend fahren wir nach Cali, wo wir übernachten und evtl. das Nachtleben in der Hauptstadt des Salsa erleben.

 

4. Tag: Laguna de Sonso und Weiterreise nach Montezuma
Die Laguna de Sonso ist mit einer Fläche von etwa 600 ha das grösste Feuchtgebiet im Cauca-Tal. Hier finden sich auch gute Bestände von Trockenwäldern. Das Gebiet ist umgeben von ausgedehnten Zuckerrohr- und Reisplantagen. Typische Vogelarten sind Hornwehrvogel (die einzige Population dieser Art westlich der Anden), Gelbbrust- und Rotschnabel-Pfeifgans, Zwergkuckuck, Gelbstirn-Blatthühnchen, Schneckenweih, Schopf- und Gelbkopfkarakara, der endemische Braunrücken-Zwergspecht und vieles mehr. Danach haben wir eine lange Fahrt nordwärts Richtung Montezuma vor uns (etwa 6 Stunden). Wir überqueren die Westlichen Kordilleren, steigen um auf Geländefahrzeuge und erreichen schlussendlich die einfache, aber gemütliche und familiäre Montezuma Lodge in der Nähe des Tatamá-Nationalparks, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen.

 

5. und 6. Tag: Cerro Montezuma und Tatamá-Nationalpark
„El Tatamá“ bedeutet in der lokalen indigenen Sprache „Grossvater der Flüsse“. Diese Zone in den Westlichen Kordilleren ist eine der regenreichsten in Kolumbien. Gleichzeitig handelt es sich um eine der artenreichsten auf der Welt. Wir bewegen uns mit unseren Geländefahrzeugen entlang der Montezuma Road in einer Höhenlage zwischen 1200 und 2600 m ü. M. Hunderte von Vogelarten kommen vor, etliche davon werden uns vor die Linse kommen. Eine kleine Auswahl sind Trauerralle, Nebelzwergkauz (der erst Ende 1990er-Jahre beschrieben wurde), etliche Kolibris, Streifenfaulvogel, Gelbbrust-Ameisenpitta, mehrere Zaunkönig- und viele Tangaren-Arten, verschiedene Tapaculos, darunter der kürzlich entdeckte und noch unbeschriebene „Alto Pisones“ Tapaculo. Mit Glück können wir auch die eine oder andere der hier heimischen Säugerarten wie Tayra (eine Marderart), Waldhund oder Ozelot beobachten.

 

7. Tag: Cerro Montezuma und Weiterreise ins Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya
Den Morgen verbringen wir nochmals in diesem fantastischen Gebiet rund um die Montezuma Lodge. Nach dem Mittagessen verlassen wir die Westlichen Kordilleren, durchqueren das Cauca-Tal und die Stadt Pereira und fahren hinauf ins Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya in den Zentralen Kordilleren (Fahrzeit etwa 4 Stunden) Wir übernachten die nächsten zwei Tage im Reservat auf ca. 2000 m ü. M. in einer einfachen aber zweckmässigen und fantastisch gelegenen Unterkunft, die mehrere internationale Nachhaltigkeitspreise gewonnen hat.

 

8. Tag: Santuario de Flora y Fauna Otún-Quimbaya
Wir verbringen den ganzen Tag im Reservat, das durch subtropische Regenwaldgesellschaften geprägt ist. Entlang der Strasse suchen wir nach den typischen Vogelarten dieser Gegend. Einige der zu erwartenden Spezialitäten sind der endemische Caucaguan, die ebenso seltene wie charismatische Sturzbachente, Kastanienwachtel, Grauscheitel-Ameisenpitta, Rotkehlkotinga, Scharlachhauben-Ameisentangare und vieles mehr. Daneben begegnen wir mit etwas Glück auch Säugetieren wie Brüllaffen oder Waldhunden.

 

9. Tag: Transfer ins Naturreservat Río Blanco
Frühmorgens starten wir die gut zweistündige Fahrt nach Río Blanco. Das bedeutende Reservat in den Zentralen Kordilleren, welches der Wasserversorgungs-Gesellschaft der Stadt Manizales gehört, ist das wohl meistbesuchte Vogelbeobachtungsgebiet in Kolumbien. Río Blanco ist insbesondere dafür bekannt, dass hier an einem Tag 4 oder 5 Arten von Ameisenpittas, welche die extra für sie eingerichteten Futterstellen besuchen, beobachtet werden können. Auch sonst hat das Reservat aber ornithologisch viel zu bieten. Gemischte Vogelgruppen bewegen sich rasch durch das Buschwerk und bestehen neben den farbigen Tangaren aus vielen weiteren Arten. Auch verschiedene Papageien-Arten sind hier heimisch. Wir übernachten im Reservat. Wer noch Energie hat, kann mitkommen auf eine Nachtexkursion, wo wie Eulen und andere nachtaktive Tiere suchen.

 

10. Tag: Páramo del Ruiz und Subparamo
Frühmorgens fahren wir los an den höchsten Punkt dieser Reise, den Páramo del Ruiz auf rund 4100 m ü. M. Der Paramo ist eine feuchte Vegetationsform, welche typisch für die hohen Anden ist und auf uns Europäer völlig fremd wirkt. Der Subparamo ist geprägt durch bis zu 3 m hohe Sträucher, weiter oben werden diese abgelöst durch Farne und Krautvegetation. Typisch sind aber vor allem die meterhohen Pflanzen aus verschiedenen Familien, darunter die emblematischen Espeletia-Arten. Zusammen mit dem hier oft dichten Nebel wirkt die Landschaft wie aus einer anderen Welt. Verschiedene Vogelarten sind auf diesen Lebensraum spezialisiert, darunter Kolibriarten wie der hübsche Violettkehl-Helmkolibri. Gegen Abend fahren wir nach Manizales, wo wir übernachten.

 

11. Tag: Transfer von Manizales nach Jardín
Wir verlassen Manizales und machen uns auf den Weg ins reizende Dorf Jardín in den Westlichen Kordilleren. Die Fahrt dauert etwa 6 Stunden. Unterwegs stoppen wir in Cameguada, ein Reservoir, wo ein breite Palette von Wasservögeln und typischen Vögeln der Kaffeeregion beobachtet werden können. In Jardín beziehen wir unsere Unterkunft. Das Dorf mit seinem kolonialen Baustil ist ein architektonisches Juwel. Auf dem Dorfplatz lässt sich bei einer Tasse lokalen Kaffes das beschauliche Dorfleben beobachten. Auch unser Hotel ist ganz im typischen, farbigen Stil der Region Antioquia gehalten. Wir verbringen hier die nächsten beiden Nächte.

 

12. Tag: Jardín und Umgebung
Frühmorgens fahren wir los und verbringen den Tag in den typischen andinen Bergwäldern dieser Region. Ein grosser Teil des Waldes der Gemeinde Jardín und einiger Nachbargemeinden steht unter Schutz. Das gesamte Schutzgebiet umfasst rund 230 km2 und wurde unter anderem für den seltenen Gelbohrsittich eingerichtet, welcher um die Jahrtausendwende am Rand des Aussterbens stand. Mittlerweile haben sich die Bestände dank der Schutzbemühungen etwas erholt. Der Gelbohrsittich ist hier angewiesen auf den Nationalbaum von Kolumbien, die charakteristische Quindio-Wachspalme, welche ihrerseits stark bedroht ist. Weitere spezielle Vogelarten, die wir hier finden können, sind Schwarzschnabeltukan, Goldkopftrogon, Einfarb-Ameisenpitta, Rotbauchstärling, Weisskopf-Wasseramsel, Isidoradler und viele Kolibri-Arten, darunter der spektakuläre Schwertschnabelkolibri.

 

13. Tag: Jardín und Transfer ins Reservat Río Claro
Am Morgen machen wir eine Exkursion rund um das Dorf Jardín. Die Vegetation ist geprägt von Kaffee- und Bananenplantagen, ist aber sehr strukturreich mit kleinen Wäldchen und Flüssen dazwischen. Unmittelbar am Dorfrand befindet sich eine grosse Balzarena des enigmatischen Andenfelsenhahns. Daneben sind hier etliche Tangaren-Arten, der endemische Kolumbienguan, der hübsche Eichelspecht, der Kappennaschvogel, der Dickschnabelorganist und vieles mehr zu beobachten. Anschliessend beginnen wir die rund sechsstündige Fahrt ins Reservat Río Claro, wo wir übernachten. Unterwegs stoppen wir in einem der am stärksten bedrohten Ökosysteme von Kolumbien, dem Trockenwald. Hier hoffen wir unter anderem, den endemischen und erst vor wenigen Jahren beschriebenen Antioquiazaunkönig zu finden.

 

14. Tag: Reserva Natural Río Claro
Das private Reservat Río Claro schützt ein wichtiges Relikt des tropischen Karstwaldes im Magdalenatal. Wir befinden uns hier zwischen den Zentralen und den Östlichen Kordilleren, die Avifauna unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Gebieten, die wir besucht haben. Das Reservat ist klein aber mit den steilen Schluchten landschaftlich sehr reizvoll. Hier finden wir verschiedene kolumbianische Endemiten, darunter Schmuckspecht, Weissmantel-Bartvogel, Antioquialaubtyrann und Magdalena-Ameisenvogel. Weitere zu erwartende Arten sind u.a. Zitronenkehltukan, Grünschnabel-Faulvogel, Brillensperlingspapagei und Streifenameisenwürger. Auch verschiedene Primatenarten wie Brüllaffen, Nachtaffen und der endemische Weissfusstamarin kommen vor. Am Abend verlassen die mystischen Fettschwalme ihre Höhle und sorgen mit ihren gespenstischen Rufen für Gänsehaut. Auf einer Nachtexkursion suchen wir Eulen und andere nachtaktive Tiere. Wir übernachten in einer gemütlichen Unterkunft im Reservat.

 

15. Tag: Reserva Natural Río Claro und Transfer zum Flughafen in Medellin, Rückflug nach Zürich oder Flug nach Barranquilla
Am Morgen machen wir nochmals eine Exkursion im Reservat und versuchen, weitere Spezialitäten zu finden. Anschliessend fahren wir nach Medellin (etwa 3 Stunden) um den Rückflug in die Schweiz (Ankunft am nächsten Tag) oder den Weiterflug nach Barranquilla an der Atantikküste anzutreten, von wo aus der optionale Verlängerungsteil der Reise startet.

 

Verlängerungswoche

1. Tag: Barranquilla, Vía Parque Isla de Salamanca und Transfer nach Palomino
Barranquilla ist eine Industriestadt an der kolumbianischen Karibikküste direkt an der Mündung des Magdalena-Flusses. Am frühen Morgen suchen wir in den Trockenwäldern in der Umgebung der Stadt nach dem endemischen Rotflügelguan und dem Kronenpapagei. Anschliessend fahren wir eine kurze Strecke zum Schutzgebiet Vía Parque Isla de Salamanca an der Mündung des Magdalena-Flusses. Bedeutend hier sind vor allem die Mangroven und andere Feuchtlebensräume mit ihrer spezialisierten Fauna. Dazu gehören verschiedene seltene Kolibri-Arten wie der endemische Blaubauchkolibri, der Süd-Elsterfaulvogel, der Bronzespecht, der Gelbkinn-Riedschlüpfer und der Pantherzaunkönig. Vor dem Mittag fahren wir nordwärts nach Palomino, wo wir unser Eco-Hotel direkt am wunderschönen Karibikstrand beziehen. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden.

 

2. Tag: Santuario de fauna y flora los Flamencos
Wir verbringen den ganzen Tag im Schutzgebiet Los Flamencos. Hier finden wir einige der typischen Lebensräume der Region La Guajira, das nördlichste Departement Kolumbiens, insbesondere trockene Dornwälder, Wüsten und Halbwüsten. Wir suchen nach Arten wie Brasilsperlingskauz, mehreren Papageien- und Sitticharten sowie Kolibris wie den Gibsonsmaragdkolibri, Zimtzwergspecht, Weissbart-Dickichtschlüpfer, verschiedenen Tyrannen-Arten und anderem. An der Küste beobachten wir Kubaflamingo, Scharlachsichler und verschiedene Limikolenarten. Die Abendstimmung geniessen wir von einer Hängematte im Hotel aus oder bei einem Spaziergang am Strand.

 

3. Tag: Río Don Diego und Transfer nach Minca
Den heutigen Tag verbringen wir in der Umgebung von Palomino. Wir bewegen uns zu Fuss und mit dem Boot entlang des Don Diego-Flusses, der von der Sierra Nevada de Santa Marta in den Atlantik fliesst und im untersten Teil von Trockenwäldern gesäumt ist. Hier leben viele der repräsentativen Vogelarten der Karibik-Region Kolumbiens, darunter verschiedene Eisvögel, Spechte, Trogone, Glanzvögel und Tangaren. 80 oder mehr Arten sind hier gut möglich. Am späteren Nachmittag fahren wir ins hübsche Dörfchen Minca am Fuss der Sierra Nevada de Santa Marta, wo wir zwei Nächte verbringen.

 

4. Tag: Fuss der Sierra Nevada de Santa Marta
In der Sierra Nevada de Santa Marta sind mit fast 6000 m die höchsten Berge Kolumbiens zu finden. Die Sierra gilt als das höchste Küstengebirge der Welt, ist vollständig von den Anden abgetrennt und beherbergt eine einmalige Fauna und Flora und viele Vogelarten, die auf der ganzen Welt nur gerade hier vorkommen. Den heutigen Tag verbringen wir rund um Minca am Fuss des Gebirges. In den Schattenkaffe-Plantagen und den Resten der natürlichen Waldvegetation dieser Höhenlage suchen wir nach den ersten Endemiten des Gebirges, darunter Santa-Marta-Ameisenfänger, Santa-Marta-Baumspäher und Bangsbuschammer. Weitere Arten, die wir hier beobachten können, sind Soldatenara, Dunenkopfpapagei, Rotbrust- und Rotrückenzaunkönig, Goldschnabel-Musendrossel, Schwarzbrust-Blaurabe, Goldflügel-Ruderammer und vieles mehr.

 

5. und 6. Tag: Naturreservat El Dorado und Nationalpark Sierra Nevada de Santa Marta
Mit Geländefahrzeugen fahren wir hoch zum Naturreservat und zur fantastischen Eco-Lodge El Dorado. Hier finden wir die höchste Vielfalt an endemischen Vogelarten der Sierra Nevada. Spezialitäten rund um die Lodge sind Schwarzstirnwachtel, Bindenschwanzguan, Glanztrogon, Blauzügelarassari, Rotbrust-Ameisenpitta, Rotscheitel-Waldsänger und viele andere. Wir erkunden auch San Lorenzo auf rund 2600 m ü. M., das höchstgelegene zugängliche Gebiet hier. Nur da finden wir auch ein paar Arten der höheren Stufen, darunter die endemischen Santa-Marta-Sittich, Weissschwanz-Andenkolibri, Schwarzer Kurzschnabelkolibri, Kolumbianischer Rostflankentapaculo, Santa-Marta-Buschtyrann, Santa-Marta-Waldsänger, Salvinwaldsänger und Schwarzwangen-Bergtangare. Von der Lodge aus beobachten wir den atemberaubenden Sonnenuntergang über dem karibischen Meer. In der Nacht machen wir uns u.a. auf die Suche nach der erst vor kurzem entdeckten Santa-Marta-Kreischeule.

 

7. Tag: Sierra Nevada de Santa Marta und Transfer zum Flughafen, Rückflug in die Schweiz
Den Morgen verbringen wir je nachdem, welche Arten wir noch sehen möchten, in der Umgebung der Lodge oder fahren nochmals in die höheren Lagen. Vielleicht begegnen wir noch dem Tyrannenadler, der Streifentaube, der Ockerkehl- und Einfarb-Ameisenpitta, dem Santa-Marta-Tapaculo oder sogar dem seltenen Santa-Marta-Degenflügel. Anschliessend fahren wir an den Flughafen von Santa Marta, von wo aus wir die Rückreise in die Schweiz antreten. (Ankunft am nächsten Tag).

Mathias Ritschard

Mathias Ritschard

Mathias ist seit seiner Kindheit im Berner Seeland ein begeisterter Birder. Zu Beginn haben sich seine ornithologischen Erkundungstouren auf das Inland konzentriert und schon in seinen jungen Jahren war er Mitautor des Buches „Vögel beobachten in der Schweiz“. Später hat er seinen Aktivitätsradius erweitert und insbesondere Asien intensiv bereist. In den letzten Jahren war er vermehrt auch in den Neotropen unterwegs.

Er hat Biologie studiert und in Deutschland mit einer Arbeit über Vogelgesang promoviert. Seit einigen Jahren arbeitet er in einem auf Ornithologie spezialisierten Ökobüro in Zürich. Neben Taxonomie und Bestimmung interessieren ihn insbesondere auch die Bioakustik und die ökologischen Zusammenhänge.
In seiner Freizeit engagiert sich er sich u.a. als Vorstandsmitglied bei der Ala und als Gründungsmitglied beim gemeinnützigen Verein „Binoculars4charity“

Mathias leitet die Reise nach Kolumbien zusammen mit seiner Frau Juanita Olano Marín, ebenfalls Biologin und gebürtige Kolumbianerin.

Mehr über Mathias Ritschard

Person 1

Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen der RB – Reise Beratung AG, Bern

 

Sehr geehrter Reisegast

Besten Dank für das Vertrauen und Interesse, das Sie uns entgegenbringen. Wir empfehlen Ihnen, die nachfolgenden „Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen (AVRB)“ sorgfältig zu lesen. Diese Vertragsbedingungen sind Bestandteil des mit Ihnen abzuschliessenden Reisevertrags und dienen zugleich dem Verständnis der Rechte und Pflichten zwischen Ihnen und der RB Reise Beratung AG.

 

Anmeldung: Es ist vorteilhaft, die Reise frühzeitig zu buchen. Sie können sich persönlich, telefonisch oder schriftlich anmelden. Der Vertrag wird bei definitiver Anmeldung verbindlich. Wir bestätigen Ihnen Ihre Anmeldung schriftlich. Sonderwünsche werden nur Vertragsinhalt, wenn sie von RB-Reise Beratung AG akzeptiert und vorbehaltlos bestätigt worden sind.

 

Zahlung: Bei Ihrer Buchung wird eine Anzahlung von ca. 30 %, mindestens Fr. 500.– pro Auftrag, fällig. Der Restbetrag ist 4 Wochen vor Abreise zu vergüten. Preise sind gültig bei Barzahlung, Bank- oder Post-Überweisung.

Bei einzeln aufgeführten Flug-, Fähren-, Schiffs- und Bahntransporten gelten die Bedingungen der Transportgesellschaften.

 

Beratung/Reservation: Bei Buchungen von „Nur Landarrangements“ z.B. Unterkunft oder Rundreise ohne Flugleistung, verrechnen wir eine Buchungsgebühr von Fr. 100.– bis maximal Fr. 300.–. Für Buchungen von Einzelleistungen wie Hotel, Bahn, Schiffspassagen, Eintrittskarten, Besorgung von Einreisevisa usw. werden nach den Richtlinien des Schweiz. Reisebüroverbandes Gebühren verrechnet. Die Reiseunterlagen werden ca. 10 Tage vor Abreise, nach Eingang der Zahlung, zugestellt.

 

Annullation/Änderung vor Abreise: Sind Sie verhindert, die Reise anzutreten, bitten wir um sofortige Mitteilung. Als Annullierung/Änderung gilt der schriftliche Eingang bei der RB-Reise Beratung AG. Bei Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist der nächste Werktag massgebend.

Bei Annullierung oder Änderung einer Festanmeldung vor den nachfolgend aufgeführten Fristen betragen die Annullationskosten Fr. 200.– pro Person. Die bereits erhobenen Reservationsgebühren bleiben stehen. Bei Rücktritt oder Umbuchung betragen die Annullationskosten

90–61 Tage vor Abreise  50%

60-15 Tage vor Abreise   75%

ab 14 Tagen vor Abreise 100%

 

Bei allen Schiffreisen gelten spezielle Stornobedingungen
Bis 90 Tage vor Abreise 25%, ab 90 Tage vor Abreise 100% des Reisebetrages, plus Zusatzkosten für ausgestelltes Visa.

 

Bei einzeln aufgeführten Flugpreisen, Fähren, Schiff- und Bahntransporten sowie Ferienhäusern gelten die Bedingungen der entsprechenden Gesellschaften.

Kann eine Reise aus zwingenden Gründen (ungenügende Teilnehmerzahl, höhere Gewalt, Streiks, Unruhen, kriegerische Ereignisse, Epidemien, Nichterteilung oder Entzug von Landerechten) nicht durchgeführt werden, wird der eingezahlte Betrag unter Ausschluss jeglichen Schadenersatzes rückerstattet.

 

Verspäteter Reiseantritt, Programmänderung, Reiseabbruch: Für Kosten, die durch verspätetes Eintreffen am Anreise- oder Ferienort sowie durch Fehlen der erforderlichen Reisedokumente entstehen, haftet der Reiseteilnehmer. Zu Lasten des Reisenden gehen die zusätzlichen Kosten von Verlängerung, Programmänderungen und Reiseabbruch, die durch höhere Gewalt, Streik, Witterung und Eigenverschuldung verursacht werden.

 

Versicherungsschutz: Eine Annullations- und Extrarückreisekosten-Versicherung ist obligatorisch. Falls Sie nicht über eine eigene Versicherung verfügen, empfehlen wir die Annullationskosten-Versicherung der Europäischen Versicherung mit 24h Personen-Assistance: Reisebetrag bis Fr. 500.– = Kosten Fr. 29.–,
Fr. 1000.– = Fr. 45.–, Fr. 2000.– = Fr. 63.–,
Fr. 3000.– = 84.–. Diese Versicherung deckt Schäden, falls die Reise nicht angetreten werden kann oder vorzeitig abgebrochen werden muss. Über den genauen Versicherungsschutz gibt die Broschüre der Europäischen Versicherung Auskunft, die Sie bei Versicherungs-Abschluss, aber spätestens mit den Reiseunterlagen erhalten. Eine Informationsbroschüre ist jederzeit erhältlich.

Für Personen, die mehrmals jährlich verreisen und deren Annullationskosten mehr als Fr. 3’000.– betragen, lohnt sich die Jahresversicherung der Europäischen Versicherung mit Annullationsschutz sowie Extrarückreise mit 24h Personen Assistance. Kosten für Einzelpersonen Fr. 111.–, für Mehrpersonenhaushalte Fr. 188.–.

Diese Versicherungen gelten für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.

Gepäck-, Kranken- und Unfallversicherung sind Sache des Reisenden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung.

 

Preise: Die Preise basieren auf den im Zeitpunkt der Drucklegung (August 2016) gültigen Tarifen. Wir müssen uns vorbehalten, die Preise bei offensichtlichen Irrtümern unsererseits anzupassen. Preiserhöhungen für Flugtarife, Treibstoff, Taxen/Steuern, Devisen oder Tarifanpassungen unserer Leistungsträger werden nachbelastet. Beträgt die Erhöhung mehr als 10% des Reisepreises, besteht das Recht, innerhalb von 5 Tagen nach Mitteilung kostenlos vom Vertrag zurückzutreten. Die Preise haben nur Gültigkeit, wenn die Leistungen in der Schweiz erworben werden.

 

Haftung: RB-Reise Beratung AG garantiert eine sorgfältige Auswahl der Leistungsträger, eine nach bestem Wissen erfolgte Prospektausschreibung sowie eine professionelle Reiseorganisation. Wir haften nicht für Schäden infolge Versäumnissen Ihrerseits vor und während der Reise, unvorhergesehene Einflüsse eines unbeteiligten Dritten oder für Ereignisse höherer Gewalt. Für Personenschäden während der Reise übernimmt RB-Reise Beratung AG die Haftung, sofern diese von einem von uns beauftragten Unternehmen schuldhaft verursacht worden sind. Bei Sach- und Vermögensschäden haftet RB-Reise Beratung AG für den unmittelbaren Schaden und höchstens den zweifachen Reisepreis, wenn einem von uns beauftragten Unternehmen die Schuld zuzuführen ist. Vorbehalten bleiben tiefere Haftungslimiten, die sich aus internationalen und nationalen Gesetzen ergeben.

 

Sicherstellung der eingezahlten Beträge: RB-Reise Beratung AG ist Teilnehmer am Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Damit sind die im Zusammenhang mit Ihrer Pauschalreise-Buchung eingezahlten Beträge sichergestellt. Hierüber gibt Ihnen das Informationsblatt «garantiert hin und zurück» detailliert Auskunft, das Sie bei uns oder einem anderen dem Garantiefond angeschlossenen Reisebüro erhalten.

RB-Reise Beratung AG hat gemäss Anforderungen des schweizerischen Reiserechtes bei der AXA Winterthur eine Betriebshaftpflichtversicherung über 10 Mio. Franken abgeschlossen.

 

Rechte und Pflichten des Reiseteilnehmers: Mit dem Kauf eines Arrangements anerkennt der Kunde unsere Bedingungen. Bestätigungen und Reiseunterlagen sind vor Abreise sorgfältig zu studieren und auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Allfällige Unstimmigkeiten sind unverzüglich zu melden. Beanstandungen während der Reise sind unverzüglich dem Reiseleiter, der Hotelreception, dem lokalen Agenten und dem Reiseorganisator bekanntzumachen und sind schriftlich bestätigen zu lassen. Können Mängel nicht innerhalb 48 Std. an Ort und Stelle behoben werden, sind etwaige Ansprüche innerhalb 3 Wochen nach Reiseende schriftlich an uns zu richten, sonst erlischt jeder Schadensanspruch. Die Forderung beschränkt sich auf den unmittelbaren Schaden, aber höchstens auf den zweifachen Reisepreis. Der Reiseleiter und die Leistungsträger sind nicht befugt, im Namen von RB-Reise Beratung AG Forderungen anzuerkennen.

 

Reiseformalitäten: Erforderliche Ausweise, Visa, Impfungen etc. sind für SchweizerInnen bei den jeweiligen Reisen erwähnt. Wird ein Visum verweigert oder zu spät ausgestellt und Sie müssen die Reise annullieren, gelten die normalen Annullations-Bestimmungen.

 

Andere Länder andere Sitten

Als „BesucherInnen“ anderer Kulturen braucht es nicht nur eine gute Vorbereitung, sondern auch Verständnis, Geduld und oft gar Langmut. Kultur ist auch Lebensrhythmus und Zeitverständnis, Lärm- und Geschmacksempfindung, Obrigkeits-, Religions- und Staatsverständnis, oder auch der Umgang mit vorhanden Ressourcen. Und Kultur wird – oder wurde – immer von Menschen gemacht, die das was sie tun für richtig halten.

 

Schweizerisches Recht ist anwendbar. Gerichtsstand ist Bern.