Kirkinisee

«Herbstlicher Vogelzug in Nordgriechenland»

Der Kerkinisee im Norden Griechenlands ist nicht nur eines der wichtigsten Rastgebiete für viele nordische oder sogar arktische Zugvögel, sondern auch Winterquartier für seltene oder vom Aussterben bedrohte Arten. So überwintert die größte Zwergganspopulation Europas am See. Ebenso Schelladler und Schwarzstörche. Daneben bilden die vielen Krauskopfpelikane, Flamingos und Zwergscharben einen interessanten Kontrast. Vor den Küsten im Golf von Saloniki überwintern Ohren- und Schwarzhalstaucher. Viele Wat- und Entenvögel nutzen die ehemaligen Salinen, nahe der Stadt. In der kleinteiligen Landschaft lassen sich zudem zahlreiche Kleinvögel beobachten, die Mittel- und Osteuropa schon längst verlassen haben. Unsere Basis liegt in einem kleinen Dorf unterhalb des mächtigen Belesgebirges und nahe am See. Hier wollen wir uns bei mildem Wetter nicht nur an der schönen Landschaft erfreuen, sondern auch die traditionell herzliche griechische Gastfreundschaft genießen. Unterstützt wird unsere Reise durch junge Ornithologen, die sich sehr intensiv für den Schutz des Kerkinisees und den darin vorkommenden Vogelarten einsetzen.
Zielarten: Zwerggans, Krauskopf- und Rosapelikan, Rosa-Flamingo, Teichwasserläufer, Rotkehlpieper, Dünnschnabel- und Schwarzkopfmöwe, Fisch-, Schell- und Steinadler, Adlerbussard, Grau- und Blutspecht, Kalanderlerche, Zipp-, und Zaunammer, Balkanmeise.

Anmeldung bis N/A

Unterkünfte
Gute Mittelklasse Hotels und Gästehäuser.

Klima
Angenehm warm, kühle Abende

Anforderungen
Keine Anstrengungen, sehr einfach.

Beteiligung
mind. 8, max. 10 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen
− Flughafen- und Sicherheitstaxen CHF 170.–
− Leistungen gemäss Allgemeine LIBERTY BIRD Leistungen

Spezielle Leistungen
– Deutschsprachiger Reiseleiter ab/bis Thessaloniki.

Einreiseformalitäten
− Gültige ID oder Reisepass, die mindestens 3 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein müssen

1. Tag Anreise nach Thessaloniki – Fahrt zum Kerkinisee
Wir fliegen zunächst nach Thessaloniki und werden hier durch unsere griechisch-deutsche Reiseleitung am Flughafen begrüßt. Bei unterschiedlichen Ankunftszeiten unternehmen wir eine erste Beobachtungstour am nahegelegenen Mittelmeer und in den Salinen. Anschließend fahren wir zum Hotel am Kerkinisee. Nach Ankunft, Bezug der Zimmer und Abendessen in einer traditionellen Taverne, verschaffen uns einen ersten Eindruck von der Landschaft und der Umgebung des Dorfes, in dem es mehr Steinkäuze zu geben scheint als Einwohner.

 

2. Tag Zwerggänse, Schelladler und Blutspecht
Den ganzen Tag sind wir am See unterwegs. Zunächst suchen nach Zwerggänsen. Die größte Winterpopulation Europas finden wir in den ausgedehnten Überschwemmungsflächen und hoffen auf nahe Beobachtungen. Dann lassen sie sich gut durch ihre lebhafte Art von anderen nordischen Gänsearten unterscheiden. Das übersichtliche und sehr nahrungsreiche Gebiet ist ideal für Berg-, Wiesen- und Rotkehlpieper. Gleichfalls für Maskenschafstelzen, die am See gebrütet haben. Im Umfeld findet sich eine kleinteilige Landschaft, die jetzt große Scharen an Grauammern anzieht. In den Hecken halten sich Zistensänger auf und in den Pappeln finden wir den Blutspecht.

In der Mittagsthermik lassen sich Schelladler und Schwarzstörche beobachten. Für Schelladler ist der Kerkinisee eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete in Griechenland. Daneben erwarten wir weitere Greifvogelarten, wie Korn- oder sogar Steppenweihen, Turm- und Wanderfalke. Später halten wir an kleineren Seen um Moorenten zu finden. An den Gewässerrändern sind Waldwasserläufer und Bekassinen auf Nahrungssuche. Am Nachmittag besuchen wir einen Steinbruch am Belesgebirges. Hier werden wir sicher den scheuen Klippenkleiber entdecken, sowie Zipp- und Zaunammer. Sehr wahrscheinlich ist die Beobachtung des Steinadlers, der im unzugänglichen Gebirge seine Bahnen zieht.

 

3. Tag Kerkinisee
Am nächsten Morgen sind wir am Westufer des Kerkinisees unterwegs. Hier können wir viele Krauskopf- und Rosapelikane sehen. Da auf dem Gewässer zwischen Fischern und den Fisch fressenden Vögeln Frieden herrscht, haben die Pelikane nur eine geringe Fluchtdistanz und können aus wenigen Metern Entfernung beobachtet und fotografiert werden. Für die Krauskopfpelikane ist der See einer der wichtigsten Brutplätze in Europa. Der See ist außerdem Nahrungsgebiet für hunderte Zwergscharben, Kormorane, Taucher (Zwerg- und Haubentaucher) und Möwen (Lach- und Mittelmeermöwen). Wenn es die Verhältnisse am See zulassen, unternehmen wir eine Bootsfahrt. Sehr interessant sind die mit Platanen und Eichen bewachsenen Seeufer. Hier halten sich viele Kernbeißer, Stieglitze, Grün- und Bergfinken, Singdrosseln und Laubsänger (Zilpzalp, Fitis) auf. Den Nachmittag und Abend verbringen wir nahe dem Dorf Mandraki, wo sich Zwergschwäne und Kraniche zur Nahrungssuche einfinden.

 

4. Tag Kolochori- Salinen und Aksiou-Flussdelta am Meer
An diesem Tag unternehmen wir eine ganztägige Exkursion in die Kolochori- Salinen von Thessaloniki und später ans Meer. In der Lagune finden wir eine große Zahl an Watvogelarten (Alpenstrandläufer, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer, Säbelschnäbler) die sich an nahrungsreichen Schlickflächen und in den Salinen aufhalten. Darunter auch seltene osteuropäische Arten, wie den Teichwasserläufer. Am Meer erwarten wir Dünnschnabel- und Schwarzkopfmöwen, auch Brandseeschwalben und Zwergmöwen. Im flachen Wasser des Makedonischen Golfs sind Schwarzhals- und Ohrentaucher zu erwarten. Zudem sind Mittelsäger zu sehen. In der kleinbäuerlich strukturierten Landschaft am Golf ziehen Erntereste große Scharen an Weidensperlingen an. Oft sitzen sie in riesigen Trupps auf Leitungsdrähten. Unser Weg führt uns weiter in den „Axios-Loudias-Aliakmonas-Nationalpark“, einem Flussdelta am Meer. Mit etwas Glück entdecken wir hier Triele auf umgebrochenen Feldern, sicher aber werden wir verschiedene Reiherarten (Nacht-, Rallen-, Seidenreiher) und auch wieder Adler (Fisch-, Schelladler) sehen.

 

5. Tag Vogelzug im Gebirge und am Fluss
Viele Gebiete in den Bergen Griechenlands die oberhalb der Baumgrenze liegen, sind nicht zugänglich. An der bulgarischen Grenze führen nur Straßen durch mehrere Vegetationsstufen bis ins baumlose Gebirge. In dieser vergleichsweise vogelarmen Landschaft leben einige Spezialisten, wie Rothuhn, Alpenbraunelle und Alpenkrähe. Zudem können wir an den Pässen mit einem ergiebigen Vogelzug rechnen. Sehr interessant sind mitunter die Flusslandschaften mit mächtigen Schwarzpappeln und Platanen. Hier erwarten wir verschiedene Spechtarten und noch Grasmücken (Nachtigallen- und Balkan-Bartgrasmücke).

 

6. Tag Wald und Steppe
Den Tag über wandern wir in einem Flusstal, das sowohl bewaldete Ufer hat, aber auch durch offene Gebiete fließt. An den Steinbrüchen kommen Uhus und Felsenkleiber vor. Auch Balkanmeisen können wir hier sehen. In der Steppenlandschaft nordöstlich des Kerkinisees hoffen wir auf Kalanderlerche, Kurzzehenlerche, Mittelmeer-Steinschmätzer und Brachpieper.

 

7. Tag Vögel in den Dörfern und in der Kulturlandschaft
Je nach Beobachtungssituation sind wir nochmals am Kerkinisee unterwegs. Die kleinteilige Landschaft mit ihren Dörfern in denen es noch Kleinviehhaltung gibt, bietet vielen Kleinvogelarten, wie Feld- und Heidelerchen ideale Nahrungsbedingungen. Außerhalb der Siedlungen finden wir Schwanzmeisen der mediteranen Unterart, aber auch Braukehlchen und verschiedene Grasmückenarten. Am Nachmittag sind wir an einer byzantinischen Burg nahe des Ortes Sidirokastro unterwegs. Hier sind Felsenkleiber, Samtkopfgrasmücke und Blaumerle sehr wahrscheinlich. An gleicher Stelle jagen Fahlsegler und Felsenschwalbe nach Insekten. Sehr eng an Siedlungen bindet sich der Blutspecht, während der Grauspecht eher in Obstgärten am Rande der Dörfer lebt. Den Abschlussabend erleben wir im Rahmen einer traditionellen Wein-Verkostung.

 

8. Tag Vormittagsexkursion und Heimreise
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom Kerkinisee und suchen auf dem Weg zum Flughafen noch weitere Naturräume auf. So sind die Flussauen von Sidirochori gut für mehrere Spechtarten. In der Ebene von Kilikis erwarten wir Adlerbussarde und am nahegelegenen Stausee sind Kraniche, Wat- und Entenvögel sehr wahrscheinlich. Von hier aus fahren wir nach Thessaloniki und treten unsere Heimreise an.

Andreas Weber

Andreas Weber

hat sich als Reiseleiter auf Ost- und Nordeuropa spezialisiert. Das Baltikum ist mittlerweile zu seinem zweiten Zuhause geworden. Er wohnt jedoch mitten im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Ornithologie kam er schon recht früh in Berührung, da er auf einer Vogelwarte aufwuchs. Später machte er eine Ausbildung als Vegetationskundler während des Forststudiums. Seine Leidenschaft gilt jedoch den Kleineulen, besonders dem Sperlingskauz und dem Raufusskauz.

Andreas und sein Team ist seit Jahren Reisleiter fürs Baltikum und Nordostdeutschland und leitet dort mit grosser Begeisterung LIBERTY BIRD Reisegruppen

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Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen der RB – Reise Beratung AG, Bern

 

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Kann eine Reise aus zwingenden Gründen (ungenügende Teilnehmerzahl, höhere Gewalt, Streiks, Unruhen, kriegerische Ereignisse, Epidemien, Nichterteilung oder Entzug von Landerechten) nicht durchgeführt werden, wird der eingezahlte Betrag unter Ausschluss jeglichen Schadenersatzes rückerstattet.

 

Verspäteter Reiseantritt, Programmänderung, Reiseabbruch: Für Kosten, die durch verspätetes Eintreffen am Anreise- oder Ferienort sowie durch Fehlen der erforderlichen Reisedokumente entstehen, haftet der Reiseteilnehmer. Zu Lasten des Reisenden gehen die zusätzlichen Kosten von Verlängerung, Programmänderungen und Reiseabbruch, die durch höhere Gewalt, Streik, Witterung und Eigenverschuldung verursacht werden.

 

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Für Personen, die mehrmals jährlich verreisen und deren Annullationskosten mehr als Fr. 3’000.– betragen, lohnt sich die Jahresversicherung der Europäischen Versicherung mit Annullationsschutz sowie Extrarückreise mit 24h Personen Assistance. Kosten für Einzelpersonen Fr. 111.–, für Mehrpersonenhaushalte Fr. 188.–.

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RB-Reise Beratung AG hat gemäss Anforderungen des schweizerischen Reiserechtes bei der AXA Winterthur eine Betriebshaftpflichtversicherung über 10 Mio. Franken abgeschlossen.

 

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Andere Länder andere Sitten

Als „BesucherInnen“ anderer Kulturen braucht es nicht nur eine gute Vorbereitung, sondern auch Verständnis, Geduld und oft gar Langmut. Kultur ist auch Lebensrhythmus und Zeitverständnis, Lärm- und Geschmacksempfindung, Obrigkeits-, Religions- und Staatsverständnis, oder auch der Umgang mit vorhanden Ressourcen. Und Kultur wird – oder wurde – immer von Menschen gemacht, die das was sie tun für richtig halten.

 

Schweizerisches Recht ist anwendbar. Gerichtsstand ist Bern.